Darum gehts
- Ex-Snowboarder Ryan James Wedding, 44, in Mexiko verhaftet, sagte FBI.
- Gehörte Sinaloa-Kartell an, transportierte Hunderte Kilogramm Kokain international.
- FBI bot 15 Millionen Dollar Kopfgeld, lebenslange Haftstrafe droht.
Vom Sport-Star zum Drogenbaron: Das ist die ungewöhnliche Geschichte von Ryan James Wedding (44). Der Ex-Snowboarder wurde jetzt in Mexiko geschnappt. Das gab FBI-Direktor Kash Patel (45) am Freitag via X bekannt. Patel schreibt: «Wedding soll sich seit über einem Jahrzehnt in Mexiko versteckt halten und wird seit 2024 wegen Kokainhandels und Mordes gesucht.»
Wedding soll Teil des berüchtigten Sinaloa-Kartell gewesen sein und in dem Zusammenhang regelmässig «Hunderte von Kilogramm Kokain von Kolumbien über Mexiko und Südkalifornien in die Vereinigten Staaten und nach Kanada verschifft» haben.
Erst Knast, dann Drogen-Imperium
Wie konnte es so weit kommen? 2002 startete Wedding im Parallel-Riesenslalom bei Olympia. Danach rutschte der Kanadier in die Kriminalität ab.
Er soll laut den Ermittlern im Jahr 2008 mit zwei Männern nach San Diego gereist sein, um Kokain zu kaufen. Dumm nur: Der angebliche Dealer, den die Männer trafen, war ein verdeckter FBI-Ermittler. Es folgte ein Prozess und eine Verurteilung. Zwei Jahre Knast.
Im Dezember 2011 kam Wedding raus aus dem Gefängnis. Erst da startete er so richtig durch und baute sich Stück für Stück ein Drogenimperum auf.
Anklage wegen Mordes
Und so landete er am Ende auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher. Anfang des Jahres gaben mexikanischen Behörden bekannt, dass sie in Mexiko-Stadt Motorräder im Wert von schätzungsweise 40 Millionen Dollar sichergestellt, die mutmasslich dem Drogenbaron gehörten. Von Wedding selbst fehlte weiterhin jede Spur. Das FBI erhöhte das Kopfgeld auf 15 Millionen US-Dollar!
In den USA droht Wedding, der neben Drogenhandel auch wegen Mordes angeklagt ist, mindestens eine lebenslängliche Gefängnisstrafe.