Darum gehts
- Ex-Snowboarder Ryan Weddings wird für Drogenhandel und Mord gesucht
- Mexiko beschlagnahmt Motorräder im Wert von 40 Millionen Dollar
- FBI erhöht Kopfgeld auf Wedding auf 15 Millionen Dollar
Die Geschichte des Ex-Snowboarders Ryan James Weddings wird immer absurder. 2002 startete er im Parallel-Riesenslalom bei Olympia. Danach rutschte der Kanadier in die Kriminalität ab. Ihm wird vorgeworfen, einen internationalen Drogenring aufgebaut zu haben, der Kokain von Kolumbien über die USA nach Kanada schmuggelt. Mittlerweile steht er auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher.
Nun haben mexikanische Behörden in Mexiko-Stadt Motorräder im Wert von schätzungsweise 40 Millionen Dollar sichergestellt, die mutmasslich dem Drogenbaron gehörten. Von Wedding selbst fehlt weiterhin jede Spur.
Neben den Motorrädern wurden zwei weitere Fahrzeuge, Kunstwerke, Drogen und zwei Medaillen der kanadischen Snowboard-Meisterschaften beschlagnahmt.
Kopfgeld weiter erhöht
Das FBI teilte mit, dass die Beschlagnahmungen im Zuge einer gemeinsamen Operation der lokalen Polizei, der Polizei von Los Angeles und der Royal Canadian Mounted Police erfolgte.
Es wird vermutet, dass sich der ehemalige Spitzensportler in Mexiko versteckt. Er soll vom Sinaloa-Kartell, einer der einflussreichsten kriminellen Organisationen Mexikos, geschützt werden.
So geht die Fahndung nach dem meistgesuchten Ex-Sportler der Welt weiter. Unlängst wurde das Kopfgeld von zehn auf 15 Millionen Dollar erhöht. Es wird sich zeigen, ob der höhere finanzielle Anreiz Wirkung zeigen wird. Die Erhöhung von ursprünglich 50'000 Dollar auf zehn Millionen führte nicht zum Erfolg.
In den USA droht Wedding, der neben Drogenhandel auch wegen Mordes angeklagt ist, mindestens eine lebenslängliche Gefängnisstrafe.