Lebenslang für Magdeburger Amokfahrer gefordert
«Es ging und geht dem Angeklagten nur um sich selbst»

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für Taleb A.. Er handelte offenbar aus narzisstischen Beweggründen. Sechs Menschen starben, Hunderte weitere wurden verletzt.
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Taleb A. handelte offenbar aus narzisstischen Beweggründen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Täter des Anschlags 2024 in Magdeburg
  • Sechs Tote, 323 Verletzte: Amokfahrt dauerte nur knapp eine Minute
  • Allein 24 Mordversuche im ersten Fahrtabschnitt laut Anklage festgestellt
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Marian NadlerRedaktor News

Sechs Tote und 323 Verletzte: Das ist die Bilanz des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vom 20. Dezember 2024. Damals raste Taleb A.* (51) mit seinem BMW in die Menschenmenge. Jetzt hat die zuständige Staatsanwaltschaft im Prozess um die schockierende Tat eine lebenslange Haftstrafe für den Mann aus Saudi-Arabien gefordert. Das berichtet «Bild».

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Dem Bericht des Boulevardblatts nach zählt die Staatsanwaltschaft allein im ersten Fahrtabschnitt 24 Fälle des versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Im weiteren Verlauf sieht die Anklage sechs vollendete Morde und zahlreiche weitere Fälle von versuchtem Mord und schwerer Körperverletzung.

«Kaum in Worte zu fassen»

Ein ideologisches Ziel verfolgte Taleb A. dabei laut Anklage nicht. «Es ging und geht dem Angeklagten nur um sich selbst», soll Oberstaatsanwalt Matthias Böttcher am Donnerstag im Gerichtssaal über die Beweggründe des mutmasslichen Täters gesagt haben. Die nur knapp eine Minute dauernde Amokfahrt habe seiner Ansicht nach «jede menschlich begreifbare Dimension gesprengt». Er ergänzte: «Das Leid für die Opfer und ihre Familien ist kaum in Worte zu fassen.»

Taleb A. suchte mit der Tat laut Böttcher Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ein psychiatrischer Sachverständiger hat dem Attentäter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert. Viele der Opfer leiden bis heute unter den Folgen der Tat. 

* Name bekannt

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