Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin
Gibt es am Sonntag das nächste AfD-Beben?

Drei Tage vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD erstmals knapp vor der AfD. Es dürfte bis zum Schluss ein regelrechter Wahl-Krimi werden. Bei Blick bleibst du über alle laufenden Entwicklungen informiert.
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Die SPD-Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (links) mit ihrem Konkurrenten Leif-Erik Holm (rechts).
Foto: IMAGO

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SPD überholt AfD laut ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
  • Nur 1 Prozent Vorsprung, 21 Prozent der Wähler noch unentschieden
  • CDU mit 6 Prozent kämpft um Einzug in den Landtag
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Janine EnderliRedaktorin News

Lange stand die AfD in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen an der Spitze. Doch drei Tage vor der Landtagswahl verliert die Partei an Zustimmung. Erstmals befindet sich die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52) in einer ZDF-Umfrage vor der AfD. 37 Prozent würden sich für die Sozialdemokraten entscheiden, 36 Prozent für die Partei ihres AfD-Herausforderers Leif-Erik Holm (56).

Der Vorsprung ist allerdings hauchdünn und liegt innerhalb der statistischen Fehlertoleranz. Bis Sonntag ist deshalb alles offen. 79 Prozent der Befragten sagen zwar, sie wüssten bereits, wen sie wählen wollen. 21 Prozent sind noch unentschieden – genug, um das Rennen auf den letzten Metern zu drehen.

So ist die Ausgangslage

Für Schwesig geht es um ihre politische Zukunft. Gewinnt die SPD, kann sie auf eine weitere Amtszeit hoffen. Wird die AfD stärkste Kraft, wäre das ein politisches Beben im Nordosten.

Ein einfaches Weiterregieren dürfte es aber in keinem Fall werden. SPD und Linke kommen laut Umfrage zusammen nur auf 46 Prozent, die bisherige Mehrheit im Landtag wäre damit weg. Möglich wären rechnerisch etwa ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen oder eine Dreierkoalition aus SPD, CDU und Grünen.

Wahlen auch in Berlin

Besonders bitter droht der Wahlabend für die CDU zu werden. Sie kommt nur noch auf 6 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag zittern.

Parallel dazu wählen die Menschen in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Dort liegt die Linke mit 22 Prozent vorn. Bei der letzten Wahl hatte die CDU deutlich vor SPD, Grünen und der Linken gewonnen.

Der Blick richtet sich am Sonntag aber vor allem nach Schwerin: In Mecklenburg-Vorpommern entscheidet sich, ob die AfD in einem weiteren Bundesland als Siegerin vom Platz geht.

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