Darum gehts
- Rund 100 Menschen nach Sushi in Västra Götaland am 18. April erkrankt
- Verdorbener Lachs als Ursache, Restaurants in Lerum und Floda geschlossen
- Behörde meldet bisher 100 Fälle, Untersuchungen laufen weiter
Ein Sushi-Essen in zwei Restaurants in der schwedischen Region Västra Götaland hat für rund 100 Menschen ein böses Nachspiel gehabt. Nach Angaben der Lokalzeitung «Lerums Tidning» klagten die Betroffenen nach Sushi-Verzehr über heftige Magenschmerzen und mussten wegen Lebensmittelvergiftungen medizinisch behandelt werden. Die Vorfälle ereigneten sich am Samstag in den Lokalen in Lerum und Floda im Südwesten des Landes.
Die zuständige Behörde bestätigte den Vorfall gegenüber «Lerums Tidning»: «Wir haben derzeit rund hundert Meldungen, und es kommen laufend weitere hinzu.» Erste Hinweise deuten darauf hin, dass ein Teil des verwendeten Lachses verdorben war.
Unternehmen entschuldigt sich
Der Betreiber der beiden betroffenen Restaurants reagierte bereits öffentlich: «Wahrscheinlich ist ein Teil der letzten Lieferung von Lachs schlecht gewesen. Deshalb haben wir den weiteren Verkauf gestoppt. Wir können nur bedauern, dass viele, die am Samstag bei uns waren, krank sind.»
Auf Facebook entschuldigte man sich ausführlich und versprach volle Kooperation mit den Behörden: «Für uns seid ihr nicht nur Gäste – ihr seid der Grund, warum wir existieren.» Die Restaurants bleiben geschlossen, bis alle Testergebnisse vorliegen.
Wodurch wird eine Vergiftung ausgelöst?
Eine Fischvergiftung kann nach dem Verzehr von Fisch, Muscheln oder anderen Meeresfrüchten auftreten und wird durch verschiedene Giftstoffe oder Krankheitserreger ausgelöst. Die Beschwerden reichen von leichten Magen-Darm-Problemen bis hin zu schweren Symptomen, die sogar lebensbedrohlich werden können.
Wenn die Kühlkette unterbrochen wird oder der Fisch falsch gelagert ist, vermehren sich Bakterien wie Salmonellen oder Listerien. Besonders anfällig sind dabei roher oder kalt geräucherter Fisch.