US-Streitkräfte stoppen sanktioniertes Schiff
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Illegaler Öl-Transport:US-Streitkräfte stoppen sanktioniertes Schiff

Teheran hofft auf Putin-Hilfe
Trump – Iran hat noch drei Tage bis zum Kollaps seiner Ölinfrastruktur

Trump treibt Teheran in die Enge. Nicht nur neue Militärschläge drohen. Ohne Friedensplan wächst der Druck auf Irans Ölsystem: Speicher laufen wegen der US-Blockade voll. Irans Ölinfrastruktur droht der Kollaps. In letzter Minute sucht Teheran Hilfe bei Putin.
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Konfliktgebiet Strasse von Hormus: Der Druck auf den Iran wächst. Die US-Seeblockade schnürt die iranische Ölindustrie ab. Irans Ölinfrastruktur droht der Kollaps.
Foto: Screenshot tehrantimes.com

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump: Teheran habe nur noch wenig Zeit, um Kollaps von seinem Ölsystem abzuwenden
  • Durch die US-Seeblockade drohe der iranischen Ölindustrie ein Infrastrukturversagen

  • Teherans Aussenminister verhandelt am Montag in Moskau mit Putin über mögliche Hilfe
  • Iran benötigt Plan B; Russland bietet wohl diplomatische Unterstützung, aber keine Militärhilfe
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Iran ist im Wettlauf gegen die Zeit, während US-Präsident Donald Trump (79) auf Zeit spielt: Die US-Seeblockade schnürt das schon stark sanktionierte Land vom Welthandel ab. Iran ist nicht nur erhöhtem Druck auf Ölexporte ausgesetzt. Speicherkapazitäten sind bald voll. Müssen Bohrlöcher stillgelegt werden, drohen massive Schäden.

Bei erzwungener Stilllegung verändern sich die Druckverhältnisse in den Reservoiren. Chemische und physikalische Prozesse können die Poren verstopfen und die Förderleistung dauerhaft senken. Ein Wiederanlauf dauert Monate und verursacht hohe Kosten. Ohne baldige Einigung mit den USA droht dem Iran der Kollaps seiner Ölindustrie.

Ölsystem droht Infrastrukturversagen

Am Wochenende sagte Trump zu Fox News, dem Iran blieben höchstens noch drei Tage, bevor Ölpipelines explodieren: «Wenn riesige Ölmengen durch das System fliessen und diese Leitung unterbrochen werden, dann explodiert diese Leitung», so Trump. Iran könne wegen der Seeblockade kein Öl mehr verladen und alle Speicherkapazitäten seien erschöpft.

Konkret meint Trump: Irans Ölindustrie droht Systemversagen durch Überdruck und fehlende Entlastung. Keine klassische Explosion, sondern ein technischer Kollaps im Ölsystem. Wenn Öl weder abtransportiert noch gelagert werden kann, entsteht Überdruck in Leitungen und Anlagen. Das führt zu Rückstau, Leckagen und schweren Schäden bis hin zum Infrastrukturversagen.

Den Iranern blieben «nur noch etwa drei Tage, bevor das passiert. Und wenn es explodiert, kann man es niemals wieder so aufbauen, wie es vorher war.» Die Kapazitär werde höchstens noch die Hälfte sein, so Trump: «Ich denke, sie stehen unter Druck.» Er geht davon aus, dass dies der Hauptgrund ist, weshalb der Krieg bald vorbei sei.

Moskau-Reise in letzter Minute

Vor diesem Hintergrund, nach zwei Blitzbesuchen in Pakistan, wird der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi (63) am Montag in Moskau erwartet – wo Teheran in letzter Minute Hilfe sucht.

Araghtschi wird Berichten zufolge mit Wladimir Putin (73) verhandeln. Teheran braucht dringend einen Plan B. Der vom Kreml bestätigte Besuch werde die «aktuelle Situation im Nahen Osten erörtern», meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass nüchtern.

Schaut Putin nur zu?

Der Besuch soll die bilaterale Front gegen die USA stärken. Als Nachbarn verfolgen sie gemeinsame Interessen, und zusammen mit China legte Russland unlängst das Uno-Veto gegen die US-Resolution zur Strasse von Hormus ein.

Araghtschi will Berichten zufolge ein Verteidigungsabkommen prüfen, falls alles scheitert. Der durch die eigene Kriegsfront geforderte Putin dürfte bei scharfen Worten gegen die US-Angriffe bleiben, ohne konkrete Militärhilfe.

Die USA machen auch dem Kreml-Kriegspräsidenten das Leben schwerer. Putin kann Teheran diplomatisch stützen – militärisch bleibt Moskau aussen vor.

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