Darum gehts
- Waldbrand im Kärntner Lesachtal: 110 Hektar brennen seit 23. April.
- Hunderte Feuerwehrleute und ein Black-Hawk-Helikopter im Einsatz gegen Flammen.
- Schweiz: Stufe-4-Warnung für Bündner Regionen wegen hoher Waldbrandgefahr.
Ausnahmezustand im Kärntner Lesachtal: Seit zwei Tagen brennen ungefähr 110 Hektar Wald. Wie die «Kronen Zeitung» berichtet, kämpfen Hunderte Feuerwehrleute und ein Armeehelikopter gegen die Flammen.
Warum der Brand nahe dem Dorf Xaveriberg ausgebrochen ist, ist noch unklar. Aufgrund von Wind und trockenen Bedingungen griffen die Flammen rasch um sich – und lodern seitdem ununterbrochen.
Trockenheit nimmt zu
Ein Black-Hawk-Helikopter soll nun Abhilfe leisten. «Der hat mehr Fassungsvermögen», sagt der Bürgermeister von Lesachtal, Bernhard Knotz, zur «Krone».
Auch in der Schweiz trägt die zunehmende Trockenheit zur Waldbrandgefahr bei. In einigen Regionen ist die Gefahr laut Meteo Schweiz erheblich.
Diese Schweizer Regionen sind betroffen
Für die Bündner Regionen Moesano, Bergell, Puschlav, Scuol-Valsot, San Bernardino sowie Zernez und Val Müstair hat der Bund zudem eine Warnung der Stufe 4 (grosse Gefahr) herausgegeben. Bei dieser Warnstufe sollen generell keine Feuer im Freien entfacht werden.
Im Rest des Kantons Graubünden gilt hauptsächlich Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). Im Wallis, Kanton Glarus und in Teilen des Tessins wird ebenfalls gewarnt. Grund sind die trockenen Böden, die sich in Kombination mit Wind rasch Böden entzünden können.
Laut dem Wetterdienst Meteo News wird sich die Trockenheitssituation weiter verschärfen. Der Grund: Es sind für die nächsten Tage keine nennenswerten Niederschläge angesagt.
Konkrete Verhaltensregeln für die Bevölkerung bei erhöhter Gefahr:
- Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldesnähe
- Keine Zigaretten wegwerfen oder andere Gegenstände, die sich entzünden können
- Grillverbote beachten