Darum gehts
- Donald Trump nennt Venezuela auf «Truth Social» den «51. Bundesstaat»
- Venezuelas Regierung weist Annexion scharf zurück und verteidigt Souveränität
- In Essequibo lagern Milliardenwerte an Öl und Gold, Konflikte eskalieren
Donald Trump (79) zündelt wieder. Auf seinem Kanal «Truth Social» postete der US-Präsident eine Karte von Venezuela, hinterlegt mit den «Stars and Stripes» der US-Flagge. Sein knapper Kommentar dazu: «51. Bundesstaat».
Will Trump das krisengebeutelte Land etwa annektieren? In einem Interview mit Fox News legte er nach. Er überlege «ernsthaft», Venezuela offiziell einzugliedern. Das Weisse Haus schweigt bisher zu den Plänen.
«Wir sind keine Kolonie!»
Die Antwort aus der venezolanischen Hauptstadt Caracas liess nicht lange auf sich warten. Delcy Rodríguez (56), die seit der US-Militäroperation gegen Ex-Diktator Nicolás Maduro (63) im Januar 2026 die Fäden zieht, kocht vor Wut.
«Venezuela ist keine Kolonie, sondern ein freies Land», erklärte sie vor Journalisten in Den Haag. Man werde die eigene Souveränität bis aufs Blut verteidigen. Pikant: Eigentlich gilt Rodríguez als kooperativ gegenüber Washington. Doch bei der Ehre ihres Landes versteht sie keinen Spass.
Es geht um Milliarden an Öl und Gold
Der Streit eskaliert zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Rodríguez kämpft aktuell vor dem Internationalen Gerichtshof um die Region Essequibo. Das riesige Gebiet gehört offiziell zum Nachbarland Guyana, doch Venezuela will es sich krallen. Kein Wunder: In dem Dschungelgebiet liegen gigantische Schätze.
Hintergrund des Chaos: Der frühere Machthaber Nicolás Maduro wurde Anfang 2026 von US-Spezialkräften verhaftet. Er sitzt in den USA wegen Drogenhandels ein. Seit seinem Sturz ringt das Land um Stabilität.