Darum gehts
- Guatemala und USA planen ab Juni gemeinsame Angriffe gegen Drogenkartelle
- Details der Vereinbarung bleiben geheim, guatemaltekische Kräfte sollen führen
- Ecuador stimmte 2026 bereits ähnlicher Kooperation mit US-Truppen zu
Guatemala hat Berichten zufolge einer Vereinbarung mit den USA zugestimmt, gemeinsame Angriffe gegen Drogenkartelle im Land durchzuführen. Die Operationen könnten bereits im nächsten Monat beginnen, berichtet die «New York Times».
Laut dem Bericht hat Guatemala eine entsprechende Vereinbarung mit den USA getroffen. Die Zusammenarbeit soll unter Führung guatemaltekischer Sicherheitskräfte erfolgen und sich gegen «Organisationen des Drogenhandels» gebeten. Die Details der Vereinbarung wurden nicht vollständig veröffentlicht.
Bereits das zweite Land
Guatemala wäre damit das zweite Land in der Region, das gemeinsame Operationen gegen kriminelle Gruppen innerhalb seiner Grenzen zulässt. Ecuador hatte Anfang des Jahres bereits einer ähnlichen Vereinbarung zugestimmt. Dort unterstützen US-Kräfte ecuadorianische Truppen bei Razzien und Luftangriffen gegen mutmassliche Drogenbanden.
Dem Bericht zufolge wollen die USA auch Honduras zu einer ähnlichen Kooperation bewegen. Gleichzeitig versucht Washington offenbar, Guatemala und Honduras dazu zu drängen, Druck auf Mexiko auszuüben, damit dieses gemeinsamen Anti-Drogen-Operationen zustimmt.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum lehnt den Einsatz von US-Bodentruppen und Drohnenangriffen bislang jedoch entschieden ab. Beobachter sehen darin einen weiteren Versuch der USA, ihren militärischen Einfluss in Lateinamerika auszuweiten und den Kampf gegen internationale Drogenkartelle stärker grenzüberschreitend zu koordinieren.