Israel bleibt im Libanon
«Trumps Abkommen ist für uns nicht bindend»

Trotz Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran dauern die Kämpfe im Libanon an. Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir kündigt an, Militäroperationen gegen die Hisbollah fortzusetzen. «Wir sind an dieses Abkommen nicht gebunden», so Ben-Gvir.
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Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir kündigt an, Militäroperationen gegen die Hisbollah trotz Friedensabkommen fortzusetzen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA und Iran schliessen Friedensabkommen, Libanon bleibt Konfliktzone
  • Israel lehnt Rückzug aus besetzten Gebieten ab, trotz Abkommen
  • Israel griff Beirut an, Sonntagabend vor Iran-Deal-Unterzeichnung
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Mattia JutzelerRedaktor News

Ein Ende der Kämpfe im Libanon ist voraussichtlich ein wichtiger Teil des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran. Trotz des Waffenstillstands mit der Islamischen Republik haben die Kämpfe zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah nie aufgehört. 

«Auf allen Fronten, einschliesslich des Libanon, wurde ein dauerhaftes und sofortiges Ende des Kriegs erklärt», versicherte der iranische Vize-Aussenminister Kazem Gharibabadi nach der Ankündigung des Friedensabkommens. Ob Israel allerdings tatsächlich seine Soldaten aus dem Libanon abziehen wird, ist noch unsicher. Der Kriegspartner der USA war nicht in die Friedensverhandlungen mit der Islamischen Republik involviert.

Dauern die Kämpfe im Libanon an?

Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir (50) lässt nun durchblicken, dass Israel seine Militäroperation im Libanon trotz Friedensabkommen wohl nicht beenden will. «Wir sind eine unabhängige und souveräne Nation», schrieb der Minister auf der Plattform X. «Wir sind keine Partner dieses Abkommens, das unsere Sicherheit nicht gewährleistet und uns in keiner Weise bindet.»

Auch Verteidigungsminister Israel Katz kündigte laut Al Jazeera an, dass sich Israel nicht aus den im Libanon besetzten Gebieten zurückziehen wird. Sollte der Iran Israel aufgrund der Ereignisse im Libanon angreifen, werde Israel Vergeltung üben.

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US-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Angriffe im Libanon scharf kritisiert. Beispielsweise griff die israelische Armee am Sonntagabend, kurz vor der digitalen Unterzeichnung des Iran-Deals, Ziele in Beirut an. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, dass ein solcher Angriff «nie hätte stattfinden dürfen».

Positive Reaktionen auf das Abkommen

Die Regierungen anderer Länder reagierten deutlich positiver auf das Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA. Besonders im Nahen Osten kommt der Deal gut an. Katar hat das Rahmenabkommen etwa als wichtigen Schritt zur «Festigung eines nachhaltigen Friedens» bezeichnet. Auch Kuwait begrüsst die Vereinbarung «herzlich». Beide Golfstaaten waren während des Iran-Kriegs zu Zielen von Drohnen- und Raketenangriffen geworden.

Auch in Europa wird das Abkommen grösstenteils positiv aufgenommen. Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien erklärten sich infolge der Einigung bereit, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu unterstützen. Das berichtet SRF. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gratulierte Trump sogar zu seinem «diplomatischen Durchbruch», wie die «Tagesschau» schreibt.

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