Weiterer Beschuss
Britisches Containerschiff von unbekanntem Geschoss getroffen

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 7 Minuten

Britische Seefahrtsbehörde berichtet über weiteren Tankerbeschuss

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Wieder hat die britische Seefahrtsbehörde UKMTO nach eigenen Angaben Berichte über den Beschuss eines Tankers erhalten. Der Vorfall habe sich laut UKMTO 25 Seemeilen (rund 46 Kilometer) nordöstlich von Oman ereignet. Einem Bericht zufolge sei ein Containerschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen, wodurch einige Container beschädigt wurden. Brände oder Auswirkungen auf die Umwelt wurden nicht gemeldet. Auch die Besatzung befinde sich in Sicherheit. 

Nach der Schliessung der Strasse von Hormus stagniert der Schiffsverkehr.

Laut weiteren Berichten gehe die UKMTO davon aus, dass der Beschuss von zwei Kanonenbooten ausgegangen sei, die in Bezug ‌zu den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen. Laut dem Kapitän des Tankers hätten die Angreifer das Feuer ohne vorherige Warnung über Funk eröffnet. 

14:10 Uhr

USA schickt 23 Schiffe weg

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Donald Trump hält weiter an der US-Blockade der iranischen Häfen fest. Das war auch ein Grund, wieso der Iran die Strasse von Hormus wieder dicht gemacht hat. Das Littoral-Kampfschiff USS Canberra (LCS 30) patrouilliert deswegen im Arabischen Meer. Wie die US-Streitkräfte jetzt mitteilen, wurden bisher 23 Schiffe zurückgewiesen. Sie mussten umkehren.

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Was steckt eigentlich hinter dem Hormus-Hickhack? Mein Kollege Marian Nadler hat dazu mit zwei Experten gesprochen. Den Artikel findest du hier.

14:01 Uhr

Keine neuen Gespräche mit USA in Sicht

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Wie geht es jetzt weiter im Machtpoker? Der Iran hat noch keinen Termin für eine neue Verhandlungsrunde mit den USA festgelegt. «Zuerst muss ein Rahmen für ein gegenseitiges Verständnis erreicht werden», erklärte Vize-Aussenminister Saeed Khatibzadeh am Samstag während des Diplomatieforums in Antalya, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Vize-Aussenminister Saeed Khatibzadeh.

Die Gespräche, die als die bedeutendsten zwischen beiden Ländern seit der Islamischen Revolution von 1979 gelten, waren eine Woche zuvor in Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich zwar optimistisch und sprach von möglichen direkteren Gesprächen an diesem Wochenende, doch Diplomaten zweifeln aufgrund logistischer Hürden in Islamabad an einer baldigen Fortsetzung.

Khatibzadeh betonte, dass der Iran keine überstürzten Verhandlungen anstrebe: «Wir wollen keine Treffen, die zum Scheitern verurteilt sind und als Vorwand für eine weitere Eskalation dienen könnten.» Fortschritte habe es zwar gegeben, jedoch verhindere der «maximalistische Ansatz» der USA eine Einigung.

Insbesondere die Forderungen Washingtons im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm stossen in Teheran auf Widerstand. 

12:57 Uhr

Iran greift Schiffe an

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Die Strasse von Hormus ist dicht. Das hat die Marine der Islamischen Revolutionsgarden auf X nochmals betont. «Jede Vertragsverletzung seitens der USA wird eine angemessene Antwort erfahren. Solange die Durchfahrt von Schiffen von Iran aus und in den Iran als Ziel bedroht ist, bleibt der Status der Strasse von Hormus im bisherigen Zustand», schreiben sie. 

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Und sie meinen es ernst: Ein Tanker musste umkehren, nachdem das Feuer eröffnet wurde. Zwei Handelsschiffe sollen angegriffen worden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Quellen aus Schifffahrts- und Sicherheitskreisen.

Wie die britische Seeschifffahrtsorganisation (UKMTO) meldet, wurde ausserdem ein Tanker beschossen. Der Kapitän des Schiffs berichtet, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden dem Tanker genähert hätten, ungefähr 30 Kilometer vor der Küste Omans. Dann fielen Schüsse. 

«Tanker und Besatzung sind wohlauf», teilte die UKMTO mit.

10:17 Uhr

Iran macht Strasse von Hormus wieder dicht

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Erst jetzt drängten sich die Schiffe durch die Strasse von Hormus. Der Iran hatte das Nadelöhr am Freitag freigegeben. 

Die Schiffe passierten am Samstagmorgen die Strasse von Hormus. Doch jetzt ist sie wieder dicht.

Und jetzt das: Die Strasse von Hormus ist wieder dicht. Der Iran macht die Öffnung wieder rückgängig. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der Grund: Die USA blockieren weiter die iranischen Häfen. 

Wenn du mehr darüber wissen willst, meine Kollegin Chiara Schlenz hat dazu einen Artikel geschrieben. Du findest ihn hier.

17.04.2026, 19:26 Uhr

Trump: Iran setzt Atomprogramm vorerst aus

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Die Ereignisse überschlagen sich am heutigen Freitag: Nun erklärt US-Präsident Donald Trump, der Iran habe sich grundsätzlich bereit gezeigt, sein Atomprogramm auf unbestimmte Zeit zu stoppen. Gleichzeitig solle Teheran kein zuvor blockiertes Vermögen aus den USA ausgezahlt werden.

Foto: Shutterstock

Die Aussagen machte Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach sei eine Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran «weit fortgeschritten». Gespräche über eine längerfristige Lösung könnten bereits am kommenden Wochenende weitergeführt werden.

Von iranischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme zu den von Trump geschilderten Punkten vor. Laut Bloomberg habe sich Teheran bisher lediglich zu möglichen Entwicklungen rund um die Öffnung der Strasse von Hormus geäussert.

17.04.2026, 18:05 Uhr

Iran will Hormus wieder sperren, wenn USA Seeblockade fortsetzen

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Bereits drei Stunden, nachdem der iranische Ausseminister die Wiederöffnung der Strasse von Hormus bekannt gab, wird dieser bereits aus den eigenen Reihen scharf kritisiert. Zur Erinnerung: Seyed Abbas Araghchi hatte auf X geschrieben, die Meerenge werde nach dem Waffenstillstand im Libanon für dessen Dauer für Handelsschiffe vollständig geöffnet sein. 

Der Kommentar wirft dem Minister vor, zentrale Bedingungen und Umsetzungsmechanismen nicht ausreichend erläutert zu haben, was zu Verwirrung und Kritik geführt habe, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtet.

Im Zentrum steht die Forderung nach klaren Kontrollmechanismen: «Zwar wurden verschiedene Bedingungen in dieser Angelegenheit geprüft, doch eine der wichtigsten ist die lückenlose Überwachung der Schiffsdurchfahrt durch die iranischen Streitkräfte; sollte die angebliche Seeblockade fortbestehen, gilt eine solche Durchfahrt als null und nichtig», heisst in dem Post

Weiter: Die Veröffentlichung ohne zusätzliche mündliche oder schriftliche Präzisierungen stelle einen Verstoss gegen die Kommunikationsetikette dar. Entweder müsse das Aussenministerium seine Kommunikationspraxis überdenken oder der Oberste Nationale Sicherheitsrat müsse einen kohärenteren Informationsmechanismus schaffen, um die Verbreitung sensibler Informationen zwischen den zuständigen Institutionen besser zu koordinieren.

«Die Seeblockade bleibt, bis der Iran unser Abkommen unterzeichnet»
0:46
Trump mit klaren Worten:«Die Seeblockade bleibt, bis der Iran unterzeichnet»
17.04.2026, 17:07 Uhr

Nationen begrüssen die Öffnung der Strasse von Hormus

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Die Weltwirtschaft atmet auf! Mehrere Staats- und Regierungsvertreter haben auf die iranische Ankündigung zur Hormus-Öffnung reagiert. Die Massnahme gilt für die verbleibende Dauer der US-iranischen Waffenruhe, die am Dienstag ausläuft.

Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kam Zustimmung zur Wiederöffnung der Meerenge. Gleichzeitig äusserte die Regierung deutliche Kritik am bisherigen Vorgehen Irans. In einer Stellungnahme wurden insbesondere die faktische Sperrung der Wasserstrasse sowie frühere Drohungen und Angriffe auf Schiffe in der Region scharf verurteilt. Ebenfalls zurückgewiesen wurden iranische Drohungen, im und rund um das Gebiet Minen zu verlegen.

Auch aus Nordeuropa gab es eine Reaktion: Der finnische Präsident erklärte auf der Plattform X, man begrüsse die Entscheidung Teherans. Wörtlich sagte er: «Wir begrüssen Irans Ankündigung zur Öffnung der Strasse von Hormus. Dauerhafte Lösungen erfordern Diplomatie.»

Auf europäischer Ebene betonte EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas die Bedeutung einer offenen Seeroute. Sie schrieb auf X: «Nach internationalem Recht muss die Durchfahrt durch Wasserstrassen wie die Strasse von Hormuz offen und kostenlos bleiben», und stellte damit klar, dass freie Schifffahrt aus ihrer Sicht zwingend gewährleistet sein müsse.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hob die Dringlichkeit stabiler Bedingungen in der Region hervor. Sie sagte: «Die Wiederherstellung der vollen und dauerhaften Schifffahrtsfreiheit in der Strasse von Hormus ist eine dringende, gemeinsame Priorität.» Gleichzeitig ergänzte sie auf X, sie habe im Rahmen eines virtuellen Treffens zur Lage in der Meerenge – ausgerichtet von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer – die Rolle der EU unterstrichen. 

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Dabei gehe es um Zusammenarbeit mit Partnern am Golf, unter anderem im Bereich der «Konnektivität, die die Spannungen in der Strasse verringern kann».

17.04.2026, 16:24 Uhr

Trump wütet gegen Nato: «Sie waren nutzlos, als man sie brauchte»

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Dass die Nato und der US-Präsident keine Freunde mehr werden, davon kann man ausgehen. NAch der Öffnung der Strasse von Hormus legt Donald Trump jetzt nach: «Jetzt, da die Hormus-Situation geklärt ist, habe ich einen Anruf von der Nato bekommen, ob wir Hilfe brauchen. ICH HABE IHNEN GESAGT, SIE SOLLEN WEGBLEIBEN, ES SEI DENN SIE WOLLEN IHRE SCHIFFE MIT ÖL VOLLADEN. Sie waren nutzlos, als sie gebraucht wurden. Ein Papiertiger!», wütet der 79-Jährige auf seiner Plattform Truth Social.

Der Iran habe zugestimmt, die Strasse von Hormus nie wieder zu schliessen, so Trump in einem weiteren Post. «Sie wird nicht länger als Waffe gegen die Welt eingesetzt!»

In einem weiteren Beitrag erklärte der US-Präsident: «Der Iran hat – mit Unterstützung der USA – sämtliche Seeminen entfernt bzw. ist derzeit dabei, diese zu räumen.»

Parallel dazu kamen in Paris im Rahmen eines Krisengipfels zur Strasse von Hormus die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen, um gegenüber den Konfliktparteien Forderungen zur Lage in der Meerenge zu formulieren. Hier geht es zum Text meines Kollegen Alexander Terwey.

17.04.2026, 15:03 Uhr

Iran: Strasse von Hormus ist offen

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Das klingt nach positiven Entwicklungen. Wie der iranische Aussenminister auf X bekannt gab, bleibt die Strasse von Hormus für alle Handelsschiffe offen – vorausgesetzt, der Waffenstillstand mit dem Libanon hält an.

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«Im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon wird die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands auf der koordinierten Route, wie bereits von der Hafen- und Seeschifffahrtsorganisation der Islamischen Republik Iran angekündigt, für vollständig offen erklärt», schrieb der iranische Aussenminister Araghchi.

US-Präsident Donald Trump bestätigte die Ankündigung in einem Beitrag auf Truth Social und wiederholte, dass die Meerenge vollständig geöffnet sei. «DANKE!», fügte er hinzu.

In einem weiteren Post schreibt Trump: «Die Seeblockade bleibt jedoch, soweit sie den Iran betrifft, bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran in vollem Umfang bestehen.» Dieser Prozess solle sehr schnell vonstattengehen, da die meisten Punkte bereits verhandelt seien, so Trump.

Die Ankündigung aus dem Iran hat unmittelbare Auswirkungen auf den Ölpreis, er ist seither um über 5 Prozent gefallen – über den ganzen Tag sind es sogar zehn Prozent. Die Ölsorte Brent kostet pro Fass noch etwas mehr als 90 Dollar.

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