Darum gehts
Grossbrand in Krokstadelva zerstört am Freitagnachmittag mehrere Reihenhäuser und Gebäude
Feuer griff auf nahegelegenen Wald über, verursachte mehrere Waldbrände
Dutzende Bewohner obdachlos, Feuerwehrmann leicht verletzt
Ein verheerendes Feuer hat am Freitagnachmittag im norwegischen Krokstadelva mehrere Reihenhäuser und umliegende Gebäude zerstört. In einem Bericht der Feuerwehr gegen 18 Uhr heisst es, dass 40 bis 50 Wohneinheiten zerstört worden seien. Auch auf den umliegenden Wald hat sich der Brand ausgebreitet. Die Feuerwehr kämpft seit Stunden gegen die Flammen. Doch selbst am Abend ist die Lage noch nicht unter Kontrolle, wie lokale Medien berichten. Laut dem Sender DRM24 brach der Brand gegen 15.40 Uhr in einer Wohneinheit aus und breitete sich rasch auf weitere Gebäude sowie das umliegende Gelände aus.
Die Lage eskalierte rasch: Gegen 17.30 Uhr griff das Feuer auf den nahegelegenen Wald über und verursachte mehrere Waldbrände, berichtet DRM24. Die Behörden sahen sich gezwungen, ein Flugverbot über dem betroffenen Gebiet zu verhängen. Zwei Löschhelikopter werden eingesetzt, um die Ausbreitung der Flammen einzudämmen, während die Feuerwehr mit über 60 Einsatzkräften am Boden versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Weitere Meldungen zu Verletzten oder zu Vermissten liegen der Polizei bislang nicht vor. Mehrere Anwohner wurden vom Gesundheitsdienst überwacht.
Flammen sprangen innert Minuten von Haus zu Haus
Augenzeugen berichteten von lauten Explosionen. In einer Notfallwarnung schrieb die Polizei: «Verlassen Sie den Bereich. Schliessen Sie Türen, Fenster und Lüftungsschächte, schalten Sie die Belüftung nach Möglichkeit ab.» Zudem warnte die Polizei: «Es besteht die Gefahr einer Explosion und giftiger Dämpfe.» Anwohner in der Umgebung wurden aufgefordert, die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten, da die Rettungskräfte weiterhin im Grosseinsatz sind. Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt.
Durch die Wetterverhältnisse werde die Brandbekämpfung zusätzlich erschwert, sagte Einsatzleiter Glenn Espen Kustner gegenüber «Aftenposten»: «Der Wind nimmt zu, und das wird eine Herausforderung. Dieser Brand wird noch eine Weile andauern.» Er fügte hinzu, dass der Wind voraussichtlich auch am Samstag noch zunehmen werde. Derzeit habe sich der Wind gedreht und treibe das Feuer in Richtung neuer Wohngebiete.
Die Flammen breiten sich rasant aus. Der Einsatzleiter des Polizeibezirks Südost, Frode Presthus, erklärt gegenüber «Dagbladet»: «Das Feuer hat sich in nur wenigen Minuten ausgebreitet. Es springt von Haus zu Haus über.»
Dutzende Menschen verlieren ihr Zuhause
Medienberichten zufolge haben mehrere Dutzend Menschen ihr Zuhause verloren. Mehrere Hundert Menschen wurden bislang evakuiert. Die Dramatik der Lage veranlasste die Gemeinde Drammen, den Krisenstab einzuberufen. Bürgermeister Kjell Arne Hermansen bestätigte gegenüber «Dagbladet», dass die Stadt alle notwendigen Massnahmen ergreife, um den Betroffenen zu helfen.
Die Ursache des Feuers bleibt unklar, die Ermittlungen dauern an. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge sowie ein Grossaufgebot an Einsatzkräften sind vor Ort, um die Lage zu bewältigen. Es wird erwartet, dass die Löscharbeiten bis in die Nacht andauern.