Inder (22) kassierte mit KI ab
MAGA-Fans fallen auf Fake-Trump-Influencerin herein

Ein angehender Orthopäde aus Indien gab sich online als überzeugende Trump-Influencerin Emily Hart aus. Die vermeintliche Amerikanerin zeigte sich in patriotischen Outfits, beim Eisfischen und im Umgang mit Waffen. Das Problem: Diese Frau existiert gar nicht.
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Emily Hart existiert gar nicht. Die Bilder wurden mit KI erstellt.
Foto: Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Indischer Student erschafft fiktive Influencerin «Emily Hart» mit Künstlicher Intelligenz
  • Fake-Profil verdiente mit konservativen Inhalten und Bildern Tausende von Dollar
  • Instagram sperrte Konto nach Enthüllung durch «Wired», Millionen Follower betroffen
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Janine EnderliRedaktorin News

Sie posiert mit Waffen, trägt einen Bikini in den Farben der amerikanischen Flagge und vertritt streng konservative Ansichten. Die vermeintliche Influencerin Emily Hart baute mit Pro-Trump-Inhalten auf Instagram eine grosse konservative Anhängerschaft auf. Das Profil der angeblichen Amerikanerin ging durch die Decke – bis sich alles als Fake entpuppte.

Wie sich zeigt, war der Erfolg nur inszeniert. Eine Recherche des Magazins Wired legt offen, dass Emily gar nicht existiert. Hinter der beliebten Influencerin steckt ein 22-jähriger Medizinstudent aus Indien, der ihre gesamte Identität mithilfe von Künstlicher Intelligenz erschaffen hat. Keines der geposteten Bilder war echt!

«Das Geld floss nur so»

Als das Geld seiner Eltern für sein Studium ausging, erfand er die Figur Emily – eine fiktive Frau mit klar konservativen Positionen. «Jeden Tag schrieb ich Inhalte, die pro-christlich oder pro-Waffen und gegen Abtreibung, Wokeness und Einwanderung waren», erklärt er. Damit erreichte er Millionen.

Der junge Mann nutzte dafür Gemini, die Künstliche Intelligenz von Google, die ihm nach eigenen Angaben sogar die Idee lieferte, inszenierte Bilder der fiktiven Emily an nationalistisch gesinnte Männer in den USA zu verkaufen. Über Bezahlplattformen verdiente er damit innerhalb weniger Tage Tausende Dollar. «Ich habe vielleicht 30 bis 50 Minuten am Tag investiert», sagte er. «Und das Geld floss nur so.»

Kein schlechtes Gewissen

Doch irgendwann flog der Schwindel auf. Instagram sperrte das Profil der vermeintlichen Emily, nachdem Zweifel an ihrer Echtheit laut wurden. Im Gespräch mit «Wired» vermutet der Student, dass einige Fans womöglich von Anfang an ahnten, dass Emily nicht real war. 

Ein schlechtes Gewissen hat er nach eigenen Angaben nicht. Er sehe sich nicht als Betrüger. «Ich will mich jetzt wieder auf mein Studium konzentrieren», so der junge Mann. Genügend gespart, habe er ja jetzt.

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