Hier wird der verletzte Schweizer abtransportiert
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Hai-Attacke in Australien:Hier wird der verletzte Schweizer abtransportiert

«In ihrem geliebten Element Wasser verstorben»
Schwimmverein trauert um Hai-Opfer Sandra T.

Der Schock nach dem tödlichen Hai-Angriff in Australien ist gross. Opfer Sandra T. war eine leidenschaftliche Sportlerin und zuletzt als Richterin im Schwimmen tätig. Ihr Verein trauert und spricht der Familie sein Beileid aus.
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Die Schweizerin Sandra T. erlag ihren schweren Verletzungen.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Schweizer Paar von Hai angegriffen: Frau kommt ums Leben, Mann wird schwer verletzt
  • Opfer waren leidenschaftliche Sportler und studierten an der Universität St. Gallen
  • Schwimmverein trauert auf Instagram um verstorbenes Mitglied
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Georg NopperRedaktor News

Das Schweizer Paar Sandra T.* (†25) und Marco N.* (26) wollte mit den Delfinen schwimmen. Dann kam ein Hai. Als Sandra T. am Donnerstagmorgen vor der ostaustralischen Küste rund 300 Kilometer nördlich von Sydney angegriffen wurde, versuchte ihr Freund sie verzweifelt zu retten. Für die Schweizerin, die laut Berichten den linken Arm verlor, kam jede Hilfe zu spät. Marco N. wurde mit schweren Beinverletzungen ins Spital gebracht. 

Beide Opfer waren leidenschaftliche Sportler. Noch im August absolvierte Marco N. den Sydney Marathon. Wie ein Schweizer Schwimmverein auf Instagram schreibt, war Sandra T. ehemals Schwimmerin und zuletzt als Richterin im Schwimmsport tätig. Der Verein trauert: «Sie ist in Australien, in ihrem geliebten Element Wasser, verstorben», heisst es in einem Beitrag. «Im Namen des Vereins sprechen wir der Familie unser herzliches Beileid aus.»

«Extrem gut vorbereitet»

Sandra T. und Marco N. studierten beide an der Universität St. Gallen. Ihrem Linkedin-Profil zufolge arbeitete T. bei einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Zürich, ihr Freund bekleidet einen Posten bei der Schweizer Armee.

Wie australische Medien schreiben, absolvierte Marco N. von Juli bis November dieses Jahres ein Austauschsemester an einer Universität in Sydney. Erst kürzlich qualifizierte er sich als Tauchlehrer. Von seiner Tauchschule schwärmte er in einer Online-Bewertung: «Ich hätte keine bessere Wahl treffen können.» Nach dem Kurs fühle er sich «extrem gut vorbereitet für alles, was noch kommt».

Wurde die Attacke gefilmt?

Die beiden Schweizer kamen erst am Vorabend des Dramas auf dem Campingplatz in der Nähe des idyllischen Kylies Beach an. Sie seien «ganz aufgeregt» gewesen, erinnert sich ein anderer Gast gemäss einem Medienbericht. «Dieser Strand ist bekannt für seine Delfine.»

Nach dem Hai-Angriff brachte Marco N. seine Freundin trotz seiner schweren Verletzungen ans Ufer und rannte über den Strand, um den Notruf zu wählen. Laut dem «Sydney Morning Herald» hatte das Paar eine GoPro-Kamera dabei, um die Delfine zu filmen. Ob die Hai-Attacke aufgenommen wurde, ist nicht bekannt. Die Aufnahmen werden von der Polizei ausgewertet.

* Namen geändert 

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