«Ich muss der Schweiz danken»
Deutscher geschockt von unseren günstigen Preisen

Preis-Hölle Schweiz? Von wegen: Für Marvin Blach ist das Alpenland überraschend günstig. Seit er im Tessin lebt, kommt er aus dem Schwärmen kaum heraus. Seine Begeisterung teilt er auf X mit der ganzen Welt.
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Der Stuttgarter Marvin Blach lebt seit einigen Wochen in Lugano. Ob er wohl das echte «Paradiso» etwas südlich davon schon besucht hat?
Foto: Twitter / @marvinblach
Christoph Krummenacher
Christoph KrummenacherTagesleiter Newsdesk

Marvin Blach hat in Lugano das Paradies auf Erden gefunden. Begeistert schreibt er auf Social Media über sein neues Zuhause. «Ich muss dem Schweizervolk dafür danken, dass es mich in sein wunderschönes Land aufgenommen hat.» Der Stuttgarter lebt seit drei Wochen in der Sonnenstube der Schweiz.

Gratis Wasser, faire Miete

In Lugano findet Blach Brunnen im Überfluss. Im Gegensatz zu seiner Heimatstadt funktioniere das öffentliche Brunnensystem in der Schweiz picobello. Das saubere Wasser fülle er in seine Wasserflaschen ab, die er dafür gekauft habe.

Denn das mediterrane Klima macht durstig. Das Tessin habe eine «sehr italienische Atmosphäre, ist umgeben von Bergen und natürlich vom See». Stolz postet er ein Bild von seinem Balkon.

Der Blick von seinem Balkon bietet eine wunderbare Aussicht in die Tessiner Berge.
Foto: Twitter / @marvinblach

Für seine voll möblierte 1-Zimmer-Wohnung zahlt der Deutsche 1520 Franken – inklusive Parkplatz und Nebenkosten. Sein Eindruck: «Ein sehr fairer Preis.»

Einkaufspreise: «Ich war sehr überrascht»

Die grösste Überraschung ist für Marvin Blach aber der Supermarktbesuch. Der Einkauf in Lugano sei billiger als in Stuttgart. «Jeder hat mir gesagt, dass die Schweiz so teuer ist, aber ehrlich gesagt ist es das nicht, wenn du nicht die teuersten Produkte kaufst.»

Marvin Blach ging einkaufen und war überrascht von der Rechnung.
Foto: Twitter / @marvinblach

Sein Essen für drei Tage kostet den Neo-Tessiner gut 30 Franken. Allerdings scheint er sich praktisch nur von Joghurt, Essiggurken und Schokolade zu ernähren. Ins Restaurant gehe er hingegen nicht. Zu teuer: Für Tee habe er 14 Franken bezahlen müssen.

«Die Schweizer sind klug»

Unglaublich ist für Blach vor allem auch der Bahnhof. Nur ein einziges Graffito habe er bisher gesehen, alles sei sauber. «Man sieht, dass die Schweizer klug sind, denn sie geben nicht nur Geld aus, um etwas zu bauen, sondern auch, um es zu erhalten.»

«Der Bahnhof ist unglaublich sauber», staunt Marvin Blach. Keine Graffiti-verschmierten Wände wie in Deutschland.
Foto: Twitter / @marvinblach

Er wolle sich möglichst schnell integrieren, schreibt Blach weiter. Dafür lerne er nun fleissig Italienisch. Um Aperol Spritz zu bestellen, reichten seine Kenntnisse schon. Salute!

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