Darum gehts
- Iranische Angriffe treffen Dubai, Touristen sind in Panik
- Schweizer Auswanderer schildert Situation
- Alle Flüge aus Dubai wegen Angriffs gestrichen
Unter den Touristen in Dubai herrscht Panik, wie Auswanderer Patrick Baiata gegenüber Blick erzählt. Doch der Sänger und Besitzer einer Medienagentur sieht trotz des massiven iranischen Gegenangriffs keinen Grund zur Beunruhigung.
«Ich habe absolut keine Angst», sagt er zu Blick. «Ich war heute an einem Meeting auf der Palme und in der Dubai Mall direkt beim Burj Khalifa.» Das sei kein Problem. «Und morgen gehe ich ans Meer baden, falls die Behörden das erlauben.»
Regierung warnt vor Raketen
Was ist passiert? Nach der Attacke durch Israel und die USA reagierte der Iran mit Angriffen auf US-Verbündete im gesamten Nahen Osten. Iranische Raketen und Drohnen trafen Ziele in Bahrain, Katar und den Emiraten – unter anderem auch in Dubai.
Baiata zeigt Blick eine Warnung, die die Regierung auf alle Smartphones verschickte. Wegen der Gefahr durch Raketen solle man sofort Schutz im nächsten sicheren Gebäude suchen und sich von Fenstern und Türen fernhalten.
Burj al Arab von Drohne getroffen
Evakuiert wurden unter anderem das Luxushotel Burj al Arab und der Wolkenkratzer Burj Khalifa, mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. «Es macht Sinn, Ziele wie das höchste Gebäude oder das luxuriöseste Hotel zu evakuieren», findet Baiata. Tatsächlich wurde das Burj al Arab kurz nach dem Gespräch von einer Drohne getroffen. Der Feuerwehr gelang es aber, den Brand am Hochhaus schnell zu löschen.
Auch Baiata lebt in einem Hotel, wo er ein Appartment bewohnt. Er habe die Angriffe von hier aus beobachtet und gefilmt. «Die Gäste aus der Schweiz, Deutschland und anderen Ländern sind ein bisschen in Panik», schildert er die Situation. «Ich versuchte die Leute zu beruhigen und riet ihnen, in die Zimmer zurückzukehren.»
Flughafen angegriffen und evakuiert
Die meisten Touristen wollten nun möglichst schnell nach Hause. Doch auch Dubais Flughafen wurde Ziel eines iranischen Angriffs – alle Flüge wurden gestrichen. Laut Baiata soll es am Flughafen vier Tote gegeben haben.
«Die Sicherheit der Bevölkerung und der Touristen hat in Dubai höchste Priorität», sagt der Schweizer. Nun versuchten die Behörden, die Menschen vom Flughafen in Hotels in Dubai und Nachbarstädten unterzubringen.
Für sich persönlich sieht der Schweizer hingegen keine grosse Gefahr. Er fühle sich sicher in seinem Hotel. Die iranischen Angriffe seien nicht in erster Linie gegen Dubai gerichtet, sondern vor allem gegen die amerikanischen Militäreinrichtungen im benachbarten Abu Dhabi.
Vor Baiata berichtete mit Peter Harradine bereits ein anderer Schweizer Auswanderer ziemlich gelassen über die iranische Gefahr.