Iranische Revolutionsgarden entern Containerschiffe
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Iranisches Propaganda-Video:Revolutionsgarden entern Containerschiffe

Hollywoodreifes Propagandavideo
Hier entern die Iraner zwei Ozeanriesen

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
04:44 Uhr

Video zeigt Iraner beim Entern der Handelsschiffe

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Ein kleines Schiff rast auf einen grossen MSC-Frachter zu. Es zieht eine elegante Kurve und schmiegt sich an den Rumpf, bevor maskierte Kämpfer den 364 Meter langen Ozeanriesen entern. Alles unterlegt durch eine dramatische Filmmusik. 

Die iranischen Revolutionsgarden haben auf ihrem Kanal sepahnews.ir ein Propagandavideo veröffentlicht, das die Stürmung zweier Handelsschiffe zeigt. Es geht um die MSC Francesca (364 Meter) und die Epaminondas (300 Meter). 

Iranische Revolutionsgarden entern Containerschiffe
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In der Strasse von Hormuz:Revolutionsgarden entern Containerschiffe

In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim und dem War Message Center veröffentlichten Erklärung hiess es, die Schiffe hätten die maritime Sicherheit gefährdet. Sie hätten demnach «ohne die erforderlichen Genehmigungen operiert und Navigationssysteme manipuliert». Beide Frachter seien von der Marine beschlagnahmt und zur iranischen Küste eskortiert worden.

Die Schiffe wurden nur wenige Stunden, nachdem Trump eine Verlängerung der Waffenruhe angekündigt hatte, gestürmt. Die Iraner zeigen damit: Wir sind noch lange nicht besiegt. Warum der Krieg wohl noch lange nicht zu Ende sein wird, erklärt meine Kollegin Chiara Schlenz in ihrer Analyse

02:15 Uhr

Neben dem Krieg spielen sich Irans Fussballer auf die WM ein

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Während die Mullahs Raketen auf ihre Feinde abfeuern und Demonstranten hinrichten lassen, bereitet sich die iranische Fussballnationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Amerika vor. Verbandspräsident Mehdi Taj bestätigte heute gegenüber der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr die Einsatzbereitschaft seines Teams: «Unsere Spieler befinden sich aktuell im Trainingslager.» Doch Taj liess auch durchblicken, wer das letzte Wort hat: die Mullahs. Taj: «Letztendlich sind wir Teil des Systems und werden uns an jede Entscheidung des Staates halten.»

In Sport und Politik hoffen viele auf einen Ausschluss oder eine Absage Irans. Zu den lautesten Stimmen gehört Paolo Zampolli (56), Sonderbeauftragter von Donald Trump (79). Der italienischstämmige Zampolli bestätigte heute: «Ich habe Trump und Fifa-Präsident Infantino vorgeschlagen, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt.» 

Der Iran hat sich gegen Usbekistan für die WM qualifiziert.

Hinter diesem diplomatischen Vorstoss steckt Kalkül: Italien hat die Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina erneut verpasst. Zudem gilt das Angebot als Versuch, die tiefen Risse zwischen Trump und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) zu kitten, die sich zuletzt über die Haltung zum Iran-Krieg und Angriffe auf den Papst zerstritten hatten.

Die Fifa hingegen bleibt hart, wenigstens bisher. Der Iran werde «auf jeden Fall» an der WM teilnehmen, sagte Infantino vor kurzem. Auch der Wunsch der Iraner, ihre Gruppenspiele gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten aus Sicherheitsgründen nach Mexiko zu verlegen, wurde abgelehnt. Die Partien sollen wie geplant in Seattle und Los Angeles stattfinden. 

Ob Italien tatsächlich durch eine diplomatische List nachrückt oder der Iran trotz aller Widerstände in den USA antritt, wird sich daher bei den Mullahs entscheiden. Fest steht nur: Die sportliche Integrität der Weltmeisterschaft steht im Sommer 2026 unter so grossem politischem Druck wie nie zuvor.

00:08 Uhr

US-Marinechef tritt umgehend zurück

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Erdbeben bei der US-Marine: Marineminister John Phelan (62) verlässt die Regierung und wird durch Unterstaatssekretär Hung Cao (54) ersetzt. Das teilte Pentagon-Chefsprecher Sean Parnell in einem Beitrag auf X mit.

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«Marineminister John C. Phelan scheidet mit sofortiger Wirkung aus der Regierung aus», schrieb Parnell. «Im Namen des Kriegsministers und des stellvertretenden Kriegsministers danken wir Minister Phelan für seine Dienste für das Ministerium und die Marine der Vereinigten Staaten. Wir wünschen ihm alles Gute für seine zukünftigen Aufgaben.»

John Phelan

Der Abgang von Phelan erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die US-Marine den Iran angreift und iranische Häfen bei der Strasse von Hormus blockiert. Phelan hat sich zum Rücktritt nicht geäussert. 

Laut US-Medien ist er entlassen worden, weil er sich mit Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) überworfen und Reformen zur Beschleunigung des Schiffbaus zu langsam umgesetzt habe. 

John Phelan war zuerst Geschäftsmann, politischer Geldgeber und Kunstsammler, bevor er 2025 überraschenderweise Marineminster wurde. Der schwerreiche Phelan – sein Vermögen beträgt laut Schätzungen vermutlich über eine Milliarde Dollar – hatte Donald Trump (79) im Wahlkampf im grossen Stil unterstützt. Seine Ernennung wurde vielfach kritisiert, da ihm Erfahrung in den Bereichen Marine, Militär, nationale Sicherheitspolitik und Rüstungsindustrie fehlte.

Phelan tauchte auch in den Akten des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein (†66) auf. Er war sicher zweimal mit dessen Privatmaschine geflogen. 

Unter Verteidigungsminister Hegseth hat es schon mehrere überraschende Abgänge gegeben. So warf er vor kurzem den Armee-Stabschef raus. Laut «Washington Post» gerieten sich Hegseth und Phelan immer wieder in die Haare. Ein Streitpunkt soll Phelans autoritärer Stabschef Jon Harrison gewesen sein.

22.04.2026, 22:27 Uhr

Weisses Haus: «Wir schnüren ihre Wirtschaft komplett ab»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Am Mittwochabend (Schweizer Zeit) sendet das Weisse Haus eine unmissverständliche Botschaft an den Iran: Wenn ihr keinen Deal machen wollt, wird eure Wirtschaft leiden. 

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte vor den Medien, die USA fügen dem Iran durch ihre Seeblockade schwere wirtschaftliche Einbussen zu. Diese würden verstärkt, da der Iran sich weigere, einen Deal auszuhandeln. 

«Wir strangulieren ihre Wirtschaft durch diese Blockade vollständig, sie verlieren täglich 500 Millionen Dollar. Die Insel Kharg ist völlig überfüllt, sie können kein Öl mehr ein- oder ausführen. Sie können aufgrund dieser wirtschaftlichen Druckmittel, die Präsident Trump gegen sie eingesetzt hat, nicht einmal mehr ihre eigenen Bürger bezahlen», so Leavitt. 

Foto: keystone-sda.ch

Mit diesem Kurs der wirtschaftlichen Einschnürung sei Trump einverstanden. «Er ist zufrieden, während wir auf ihre Antwort warten.»

Leavitt sprach damit die Verlängerung der Feuerpause an, die Trump am Dienstagabend (Schweizer Zeit) angekündigt hatte. Der US-Präsident erklärte auf «Truth Social», man warte auf einen «einheitlichen Vorschlag» der iranischen Regierung. Wie lange die Feuerpause andauert, konnte Leavitt nicht sagen. «Der Präsident wird letztendlich sagen, wann die Verlängerung endet. Er hat keine feste Frist gesetzt.»

22.04.2026, 20:49 Uhr

Jetzt äussert sich auch Erdogan

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Der Krieg im Nahen Osten «beginnt, Europa zu schwächen», sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) am Mittwoch während eines Telefongesprächs mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier (70), wie aus einer Erklärung des türkischen Präsidialamtes hervorgeht. «Der Krieg in unserer Region beginnt auch Europa zu schwächen, und wenn wir nicht mit einem friedensorientierten Ansatz in diese Situation eingreifen, werden die durch den Konflikt verursachten Schäden viel grösser sein», sagte Erdogan demnach. 

Erdogan warnt die Europäer.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Die Strasse von Hormus ist weiterhin dicht. Die steigenden Rohölpreise verteuern viele Produkte. Auch viele, mit denen du vielleicht nicht gerechnet hast. Welche das sind, hat mein Kollege Christian Kolbe ​​​hier​​​ aufgelistet. 

Auch ​​​in der Blick-Community wird eifrig über das Thema steigende Preise und Wirtschaftskrise diskutiert​​​. Manche Kommentare sind dabei wenig optimistisch. «Es wird noch drastischer als beschrieben», ist etwa ein Leser überzeugt. «Und langfristig werden wir unseren Standard stark senken müssen.» Ein anderer pflichtet ihm bei: «Unsere Schweiz wird den heutigen Wohlstand nicht mehr lange halten können.»

22.04.2026, 20:49 Uhr

US-Seeblockade untergräbt «vollständigen Waffenstillstand»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es brodelt weiter zwischen den USA und dem Iran: Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentsprecher in Teheran und Verhandlungschef, hat nach der einseitigen Verlängerung der Feuerpause durch die USA eine klare Ansage in Richtung Washington geschickt. 

«Ein vollständiger Waffenstillstand ergibt nur dann Sinn, wenn er nicht durch eine Seeblockade und die Geiselnahme der Weltwirtschaft verletzt wird.»

Foto: Iranian Parliament Communication

Besonders kritisch sieht er die Lage auf dem Meer. Solange eine Seeblockade bestehe und wichtige Handelsrouten wie die Strasse von Hormus dicht seien, könne von Frieden keine Rede sein. 

Gegenüber Druck aus dem Ausland zeigt sich Ghalibaf unbeeindruckt. Weder militärische Angriffe noch Drohgebärden hätten den Iran bisher in die Knie gezwungen. «Mit militärischer Aggression haben sie ihre Ziele nicht erreicht, mit Einschüchterung werden sie es auch nicht tun.»

Währenddessen schaut die Welt gespannt nach Washington. Trump will dem Iran offenbar nur ein kurzes Zeitfenster geben, um wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Hinter den Kulissen laufen Gespräche – Pakistan vermittelt weiter. 

22.04.2026, 15:56 Uhr

Hin und her: Kommt es bereits in 36 Stunden zum Showdown?

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es ist ein Ping-Pong-Spiel, das so manchen verwirren dürfte. Während US-Präsident Donald Trump (79) am Dienstagabend Schweizer Zeit die Feuerpause im Iran einseitig verlängert hat, hat Teheran seine Gesprächsbereitschaft mit den USA auf Eis gelegt. 

Einen Tag später kündigt der Republikaner nun gegenüber der «New York Post» an, dass bereits am Freitag wieder Gespräche zwischen Teheran und Washington stattfinden könnten. 

Foto: AFP

Quellen in Pakistan – genauer aus Islamabad – berichten ebenfalls von positiven Vermittlungsbemühungen seitens Teheran. Demnach könnte es innerhalb der nächsten «36 bis 72 Stunden» zu weiteren Friedensgesprächen kommen. Auf eine entsprechende Nachfrage erklärte Trump: «Es ist möglich!»

Die vorsichtig optimistische Entwicklung folgt auf eine Entscheidung des US-Präsidenten vom Dienstag, die bestehende Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern. Hintergrund ist, dass die politisch gespaltene Führung in Teheran zunächst «einen einheitlichen Plan» vorlegen soll, wie Trump auf «Truth Social» schrieb. 

Seit dem Post setzt Islamabad laut einer pakistanischen Quelle seine diplomatischen Kontakte mit Teheran fort und versucht mit Hochdruck, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Der genannte Zeitraum für mögliche Fortschritte basiere auf einer Einschätzung dieser laufenden Bemühungen.

«Der Waffenstillstand hält trotz verschärfter Rhetorik an, was auf positive Absichten auf beiden Seiten hindeutet», erklärte die Quelle weiter. «Keine militärische Eskalation von beiden Seiten.»

In diesem Artikel legt meine Kollegin Chiara Schlenz dar, warum die Anzeichen derzeit dennoch eher auf Eskalation stehen. Das Misstrauen zwischen beiden Seiten ist gross. 

22.04.2026, 12:32 Uhr

Iran will zwei Containerschiffe beschlagnahmt haben

Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk

Das Marinekommando der Islamischen Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben zwei Containerschiffe in der Strasse von Hormus beschlagnahmt. Es handelt sich gemäss einer Mitteilung auf Telegram um die beiden Frachter MSC Francesca und Epaminondas. «Die Störung von Ordnung und Sicherheit in der Strasse von Hormuz ist unsere rote Linie», heisst es in der Mitteilung weiter, aus der etwa «Turkiye Today» zitiert.

In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim und dem War Message Center veröffentlichten Erklärung hiess es, die Schiffe hätten die maritime Sicherheit gefährdet. Sie hätten demnach «ohne die erforderlichen Genehmigungen operiert und Navigationssysteme manipuliert». Beide Frachter seien von der Marine beschlagnahmt und zur iranischen Küste eskortiert worden.

Diese Erklärungen stehen im Widerspruch zu früheren Berichten. Gemäss diesen wurde ohne Vorwarnung das Feuer auf mehrere Containerschiffe veröffentlicht. Offiziell bestätigt sind die Angaben der Islamischen Revolutionsgarde bislang noch nicht.

22.04.2026, 08:09 Uhr

Iran attackiert Containerschiffe

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Dass der Iran die Erweiterung der Waffenruhe nicht anerkennen will, scheint deutlich zu werden. Wie das britische Militär mitteilt, haben die iranischen Revolutionsgarden am Mittwochmorgen auf ein Containerschiff in der Strasse von Hormus geschossen. Dieses wurde stark beschädigt

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Berichten zufolge habe das iranische Schiff das Feuer ohne Vorwarnung eröffnet. Zu dem Vorfall geäussert hat sich der Iran noch nicht. Verletzt wurde niemand, wie es heisst.

Einige Zeit später meldet die britische Marinebehörde eine zweite Attacke auf ein weiteres Containerschiff. Schäden seien diesmal keine gemeldet worden, heisst es weiter.

22.04.2026, 06:36 Uhr

Iran hat nicht um Verlängerung gebeten

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Der Waffenstillstand im Iran wird verlängert und der Iran werde diesen nicht anerkennen, wie bereits berichtet wurde. Das Regime stellt auch klar, dass Teheran keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten habe, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Eine offizielle Stellungnahme des Iran soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen, heisst es.

Donald Trump schrieb jüngst auf Truth Social, dass der Iran die Strasse von Hormus öffnen wolle, da sie 500 Millionen Dollar täglich verlieren würden. «Der Iran kollabiert finanziell», schreibt er.

Donald Trump schiess um sich – zumindest auf Truth Social.
Foto: keystone-sda.ch

Trump, der die Strasse ebenfalls blockieren lässt, schreibt aber auch, dass er die Blockade nicht einfach so aufheben könne. Wenn die USA dies tue, werde es niemals einen Deal mit dem Iran geben, «ausser wir jagen den Rest ihres Landes in die Luft, einschliesslich ihrer Führer», schreibt Trump.

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