VWlmVinaxdmzqL_poster.jpg
0:47
Schockierte Journalistin berichtet:«Sie hob den Kopf und sah sich um»

Neue Details bekannt
Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung in kritischem Zustand

Die verurteilte Mörderin Christa Pike überlebte am Mittwoch ihre Hinrichtung durch die Giftspritze. Nun haben die Anwälte der zum Tode Verurteilten neue Details zum Zustand von Pike bekannt gegeben. Zudem beantragen sie, das Urteil umzuwandeln.
Kommentieren
1/5
Die verurteilte Mörderin Christa Pike überlebte am Mittwoch ihre Hinrichtung in Nashville.
Foto: Hand-out
Sandra_Marschner_Praktikantin News_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Zwei Injektionen mit dem tödlichen Mittel Pentobarbital reichten nicht aus. Am Mittwoch überlebte die verurteilte Mörderin Christa Pike (50) ihre Hinrichtung in Nashville durch die Giftspritze. Die Hinrichtung wurde daher umgehend abgebrochen und Pike ins Spital gebracht, wo sie eine medizinische Notversorgung erhielt. Nun hat ihr Anwalt neue Details zum Zustand der zum Tode Verurteilten bekannt gegeben.

Demnach befinde sich Pike in einem kritischen Zustand und erhalte lebensrettende Massnahmen im Spital, zitiert der Sender BBC die Aussagen des Anwalts am Donnerstag gegenüber Reporten. «Wir haben derzeit keine Ahnung von ihrer Prognose oder viele Neuigkeiten zu ihrem Gesundheitszustand», führte Anwalt Randy Spivey aus. «Aber wir wissen, dass sie im Moment lebt», betonte er.

Anwälte beantragen Umwandlung des Urteils

Pikes Anwälte lieferten am Donnerstag zudem weitere Details zum Ablauf der gescheiterten Hinrichtung. Bevor die zwei Injektionen gelangen, kam es zunächst zu gescheiterten Versuchen. «Letzte Nacht versuchte das Exekutionsteam eine Stunde lang, einen intravenösen Zugang zu legen», zitiert BBC den Anwalt Spivey. «Ich habe allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln gezählt, von denen eine verbogen aussah, als sie nach einem erfolglosen Versuch herausgezogen wurde», beschrieb er weiter.

Nach der zweiten Injektion seien die Beobachter in einen abgedunkelten Raum hinter einen geschlossenen Vorhang untergebracht worden, schilderte der Anwalt. Es sei jedoch klar gewesen, dass Pike Minuten später noch atmete, betonte er. «Niemand wusste, was hinter diesem Vorhang vor sich ging», so Spivey. «Ich hatte keine Ahnung, wann und ob medizinisches Fachpersonal mit der Hilfeleistung begann.»

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Tennessee, Bill Lee, hatte nach dem Vorfall angeordnet, alle Hinrichtungen für das Jahr auszusetzen. Nun beantragen Pikes Anwälte die Umwandlung ihres Urteils. Pike war 1996 im Alter von 20 Jahren wegen Mordes an ihrer Mitschülerin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Gouverneur Lee hat eine unabhängige Überprüfung angeordnet.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen