Heimliche Aufrüstung mitten in Moskau
Warum jetzt Sowjet-Bunker reaktiviert werden

Russland investiert Millionen in die Renovierung von Luftschutzräumen in Moskau und Sankt Petersburg. Ziel: Schutz vor Angriffen, die immer häufiger auch das Hinterland treffen.
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Alte russische Bunker aus Sowjetzeiten sollen renoviert werden.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Russland renoviert Luftschutzräume in Moskau und Sankt Petersburg mit Millioneninvestitionen
  • 39 Millionen Rubel für neun Schutzräume in Moskau bereitgestellt, Abschluss November
  • 200 Millionen Rubel im Sommer für 17 Bezirke, 35 km Metro in Planung
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Janine EnderliRedaktorin News

Russland investiert derzeit Millionen in die Renovation seiner Schutzräume in Moskau und Sankt Petersburg – ohne offizielle Ankündigung. Dies berichtet «Euronews» unter Berufung auf die Analyse von Beschaffungsdaten.

Laut staatlichen Ausschreibungsunterlagen seien allein im September 39 Millionen Rubel (knapp 400'000 Franken) bereitgestellt worden, um neun Schutzräume in der südwestlichen Verwaltungsregion Moskaus zu sanieren.

Diese Arbeiten werden vorgenommen

Diese Region beherbergt zahlreiche Forschungsinstitute und Rüstungsunternehmen. Die Arbeiten, die bis Ende November abgeschlossen sein sollen, umfassen unter anderem die Erneuerung von Eingängen, Türen, Versorgungssystemen sowie Belüftungs- und Kommunikationsanlagen.

Bereits im Sommer wurden weitere Ausschreibungen im Umfang von 200 Millionen Rubel (2 Millionen Franken) für Renovationen in 17 anderen Moskauer Bezirken veröffentlicht, insbesondere im Osten der Stadt.

Die Baumassnahmen fallen in eine Zeit zunehmender Angriffe ukrainischer Drohnen auf russisches Territorium – und sie betreffen nicht nur Moskau.

Schutzräume veraltet

Auch Sankt Petersburg hat vor, die Sicherheitsvorkehrungen an neun Metro-Stationen sowie entlang von vier Streckenabschnitten auf einer Gesamtlänge von 35 Kilometern zu verbessern.

Die meisten dieser Schutzräume stammen noch aus dem 20. Jahrhundert und sind veraltet. In Moskau und Sankt Petersburg sollen sie als Rückzugsorte für Zivilisten und als Kommandozentralen für Behörden bei Angriffen dienen.

Grossangriff auf Moskau befeuert Lage

Den Ukrainern gelingen immer mehr Angriffe, die über die Front hinausgehen. In der Nacht auf Sonntag wurde eine Raffinerie im Moskauer Stadtteil Kapotnja von Drohnen getroffen, was in einem Grossbrand mündete.

Eingesetzt wurden zahlreiche Waffensysteme. Es zeigt, dass die Regionen um die grossen Städte immer verwundbarer werden und erklärt, warum der Kreml seine Schutzräume ausbauen möchte.

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