Geplanter Autobomben-Anschlag
Grossbritannien gibt Iran die Schuld an Fairford-Vorfall

Grossbritannien und mehr als 25 weitere Staaten machen den Iran offiziell für einen vereitelten Autobomben-Anschlag nahe dem Militärstützpunkt RAF Fairford Ende September verantwortlich. Sie berufen sich auf britische Erkenntnisse.
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Grossbritannien macht den Iran für den vereitelten Bombenanschlag Ende September verantwortlich.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

  • Ende September wurde bei RAF Fairford ein Autobombenanschlag vereitelt
  • Sieben Männer wurden festgenommen, fünf in den Zwanzigern
  • London und über 25 Staaten machen Iran dafür verantwortlich
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Mattia JutzelerRedaktor News

Im letzten Moment wurde Ende September ein geplanter Autobomben-Anschlag in Grossbritannien vereitelt. Der Sprengstoff-Alarm hatte in der Nähe des Militärstützpunktes Fairford einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst. Noch am selben Tag wurden fünf Briten in ihren Zwanzigern festgenommen. Zwei weitere Männer, einer von ihnen britisch-iranischer Doppelbürger, wurden in den Tagen danach verhaftet.

Lange wurde spekuliert, wer hinter dem vereitelten Bombenanschlag steckt. Jetzt gibt Grossbritannien, zusammen mit mehr als 25 weiteren Staaten, offiziell dem Iran die Schuld an dem Vorfall. Das heisst es in einer offiziellen Erklärung, die am Montag veröffentlicht wurde.

Iran schon früh verdächtigt

«Wir anerkennen die Feststellung des Vereinigten Königreichs, dass der Iran an dem Vorfall auf dem RAF-Flugplatz Fairford am 27. September beteiligt war», heisst es in der Erklärung, die unter anderem von den Aussenministern der USA und von Deutschland unterzeichnet wurde. «Jeglicher Versuch Irans, Menschen auf unserem Territorium durch Stellvertreter oder auf andere Weise zu bedrohen, zum Schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu belästigen, zu schädigen oder zu nötigen, ist inakzeptabel», heisst es weiter.

Die Basis RAF Fairford wurde von den USA offenbar auch für Angriffe gegen den Iran genutzt. Der «Telegraph» schrieb bereits am Tag des vereitelten Anschlags, dass die Ermittler deshalb eine Verbindung zu iranischen Gruppierungen untersuchen.

Auch Premierminister Andy Burnham (56) erklärte am Tag nach dem Vorfall, es gebe «starke Indizien» dafür, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen am Wochenende auf dem RAF-Flugplatz Fairford gespielt hat. Eine russische Sabotageaktion wurde jedoch ebenfalls in Erwägung gezogen.

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