Israel tötet Iran-Sicherheitschef Ali Laridschani
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Die Schlinge zieht sich zu: Israel nimmt die mächtigsten Männer des Iran weiter ins Visier. Der hochkarätige Sicherheitschef der Mullahs, Ali Laridschani, wurde von den Israelis offenbar attackiert, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtet.
Ob er getötet oder verletzt wurde, war zunächst unklar. Gegen 10.30 Uhr (Schweizer Zeit) bestätigte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz, dass Laridschani ums Leben gekommen sei. «Laridschani wurde über Nacht eliminiert und gesellte sich in den Tiefen der Hölle zum Anführer des Vernichtungsprogramms, Chamenei, und zu allen vernichteten Mitgliedern der Achse des Bösen.»
Der Iran hat sich noch nicht zum angeblichen Tod Laridschanis geäussert.
Der Sicherheitschef fiel in den vergangenen Tagen vor allem als Übergangs-Machthaber seit der Tötung von Ali Chamenei (†86) auf und trat mehrmals öffentlich mit Drohungen gegen die USA und auch direkt gegen Trump auf. So konterte er die Aussagen von US-Kriegsminister Hegseth, wonach sich die iranische Führung verstecken würde und erklärte an Trump gerichtet: «Wir werden erst nachgeben, wenn ihr diese Fehleinschätzung bereut.»
Israel tötete zudem den hohen iranischen Kommandanten Gholamreza Soleimani. Er ist der Chef der paramilitärischen Basidsch‑Miliz und fiel einem gezielten Schlag der israelischen Verteidigungsstreitkräfte zum Opfer, heisst es von Seiten der Armee.
Der Schritt wird von Israel als schwerer Schlag gegen die iranischen Befehlsketten und Machtstrukturen gewertet.
Die Basidsch-Truppen sind eine Freiwilligen-Einheit der iranischen Revolutionsgarde und Teil des bewaffneten Apparats des iranischen Regimes. Unter Soleimanis Führung setzten sie bei innenpolitischen Protesten im Iran Gewalt, Massenverhaftungen und Repression gegen Zivilisten ein. In diesem Artikel meines Kollegen Mattia Jutzeler erfährst du, wie die Basidsch-Truppen gezielt Zivilisten angegriffen haben.
Die jüngsten Angriffe im Überblick
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Die Gewalt im Nahen Osten eskaliert auch am 19. Tag weiter. Israel und die USA führen seit Wochen massive Luftangriffe auf den Iran, während Teheran im Gegenzug Israel und verbündete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen attackiert. Zivilisten stehen zwischen den Fronten, ganze Städte geraten unter Beschuss, und die Lage bleibt hochgradig angespannt. Ein Überblick über die neuesten Entwicklungen an den wichtigsten Kriegsschauplätzen:
Angriffe auf Iran und Hisbollah – Laut israelischer Luftwaffe wurden in Teheran Infrastrukturen des «Terrorregimes» getroffen, gleichzeitig flogen Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Hisbollah in Beirut. Weitere Details wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Iranische Gegenangriffe – In der Nacht griff der Iran erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien an. Auch in Israel ertönten Raketenwarnsirenen, die kurz darauf wieder aufgehoben wurden. In Katar löste ein abgewehrter Raketenangriff einen Brand in einem Industriegebiet aus, Saudi-Arabien fing mehrere Drohnen ab, und im Irak wurden die US-Botschaft in Bagdad sowie ein Ölfeld und ein Hotel in Regierungsnähe angegriffen.
Bodeneinsatz im Libanon – Israel verstärkt seine Angriffe auf die Hisbollah. Nachdem zunächst nur Luftangriffe erfolgten, gibt es nun auch Bodenoperationen. Die Armee kündigte an, Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten und weitere Reservisten zu mobilisieren. Mehr als 100'000 Reservisten sind derzeit im Einsatz. Aus dem Libanon wurden erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert, unter anderem auf Kiriat Schmona und Naharija, bisher ohne Verletzte. Zivilisten wurden aufgefordert, sich nördlich des Saharani-Flusses in Sicherheit zu bringen.
Angriff auf Handelsschiffe – Vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman wurde ein Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen. Niemand wurde verletzt. Das Schiff lag rund 40 Kilometer vor der Küste, nahe der strategisch wichtigen Strasse von Hormus.
Neue Infos zu Angriff auf Modschtaba Chamenei
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Es wirkt derzeit etwas kurios: Während die Angriffe der Koalition USA und Israel gegen den Iran weitergehen, richtete sich das Interesse zunehmend auf Ayatollah Modschtaba Chamenei. In den sozialen Medien überschlagen sich die Gerüchte zu seinem Verschwinden und seinem Zustand: von leichten bis schweren Verletzungen, einem angeblich verlorenen Bein bis hin zu Spekulationen über seine sexuelle Orientierung. Eine grosse Herausforderung für die Berichterstattung – auch für uns in der Redaktion. Mehr dazu im Text meines Kollegen Gabriel Knupfer.
Ein geleakter Audio-Mitschnitt, der der britischen Zeitung «The Telegraph» vorliegt, liefert nun neue Informationen: Modschtaba Chamenei war offenbar Ziel desselben Angriffs, bei dem sein Vater Ali Chamenei und weitere Führungskräfte getötet wurden. Kurz zuvor hatte er das Gebäude verlassen, um etwas im Garten «zu erledigen», als israelische Blue-Sparrow-Raketen am 28. Februar um 9.32 Uhr einschlugen.
Laut Mitschnitt wurde Modschtaba am Bein verletzt. Seine Frau und sein Sohn starben sofort. Auch sein Schwager wurde getötet. Seit dem Angriff fehlt von Modschtaba jede Spur; nur eine schriftliche Botschaft wurde im Staatsfernsehen verlesen. Dies befeuerte die Spekulationen zusätzlich.
Die Raketen trafen mehrere Orte innerhalb des Komplexes gleichzeitig, offenbar mit dem Ziel, die Chamenei-Familie auszuschalten. Auch Militärchef Mohammad Shirazi wurde gezielt attackiert, um die Nachfolgeplanung zu torpedieren. Insider berichten von massiver Zerstörung: Shirazis Körper wurde in Stücke gerissen, sein Schwager enthauptet.
Iran beschiesst die «Grüne Zone» in Bagdad
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Der Iran attackiert erneut Ziele im Irak. In der Nacht auf Dienstag schlug eine Drohne im Al-Rashid-Hotel in der «Grünen Zone» der Hauptstadt Baghdad ein. Im Hotel logieren häufig internationale Journalisten. In dem abgesicherten Gebiet der «Grünen Zone» befinden sich die US-Botschaft und weitere internationale Einrichtungen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.
Ein von CNN geolokalisiertes Video zeigte später in der Nacht den Einsatz von Luftabwehrsystemen über Bagdad. Das Video wurde demnach weniger als 800 Meter vom Gelände der US-Botschaft entfernt aufgenommen. Die Botschaft war bereits zuvor Ziel von Angriffen gewesen, am Samstag brannte ein Gebäude in der Nähe des Komplexes.
Der Iran und verbündete Milizen versuchen seit dem Angriff der Amerikaner und Israelis, US-Ziele im gesamten Nahen Osten zu treffen. Bei den Attacken gegen die Nachbarstaaten am Persischen Golf wurden auch Zivilisten getötet, wie eine Aufstellung der bisher bekannten Opferzahlen im vorherigen Tickerbeitrag zeigt.
Schon 4000 Tote im neuen Nahost-Krieg
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Gut zwei Wochen, nachdem Israel und die USA den Iran angriffen, steigt die Zahl der Toten in mehreren Ländern. Der US-Sender CNN gab am Montag (Ortszeit) eine Übersicht über die bisher bekannten Todesopfer im neuen Nahostkrieg. Der Sender kann die Zahlen nicht selbst verifizieren.
Im Iran starben laut der US-amerikanischen Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) bis am Sonntag 1330 Zivilisten, darunter 206 Kinder. Ausserdem seien im Iran 1122 Militärangehörige sowie 613 weitere Personen getötet worden, bei denen unklar sei, ob es sich um Zivilisten handele.
Im Libanon bekämpft Israel die Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. In dem Land starben laut Regierungsangaben 886 Menschen bei israelischen Angriffen, darunter 111 Kinder.
Laut Sicherheitskreisen im Irak wurden in dem Land bisher 47 Menschen im Krieg getötet, die meisten von ihnen schiitische Milizen. Bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt im irakischen Kurdistan kam zudem ein französischer Soldat ums Leben.
In Israel starben 15 Menschen, darunter neun Personen, die bei einem direkten Raketentreffer auf ein Wohnhaus in der Stadt Beit Shemesh getötet wurden.
Die USA verloren bisher 13 Soldaten. Sieben Militärangehörige starben durch einen Angriff in Kuwait und sechs beim Absturz eines Betankungsflugzeugs im Irak.
Die Vereinigten Arabischen Emirate werden vom Iran mit Drohnen und Raketen angegriffen. Bisher starben mindestens sieben Menschen verschiedener Nationalitäten (Emirate, Pakistan, Nepal und Bangladesch) durch die Attacken.
In Kuwait starben mindestens sechs Menschen, darunter ist auch ein 11-jähriges Mädchen.
Zwei Menschen wurden in Saudi-Arabien getötet, nachdem ein militärisches Projektil eine Wohnanlage in der Stadt Al-Kharj getroffen hatte.
Im kleinen Inselstaat Bahrain im Persischen Golf wurden ebenfalls zwei Personen durch iranischen Beschuss getötet.
Insgesamt starben demnach im neuen Nahostkrieg bisher rund 4000 Menschen, darunter mehr als 3000 im Iran. Den angegriffenen Nachbarländern gelingt es, die meisten Drohnen und Raketen unschädlich zu machen.
Der dauernde Beschuss aus dem Iran stellt die Verteidigungssysteme der Golfstaaten auf eine harte Probe. Mein Kollege Mattia Jutzeler hat in einem Artikel beschrieben, warum die Ölstaaten die allermeisten Angriffe abwehren können.
Iran warnt USA vor zweitem Vietnam
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Der Iran wendet sich mit einer weiteren Drohung an die USA. In einem Interview mit «Sky News» sprach der stellvertretende Aussenminister des Irans, Saeed Khatibzadeh, davon, dass den USA ein zweites Vietnam drohe, falls sie Bodentruppen in den Krieg entsenden sollten. Nach einer Botschaft an US-Präsident Donald Trump gefragt, entgegnete er: «Lesen Sie einfach nach, was in Vietnam passiert ist.»
Khatibzadeh erklärte, dass der Iran bereit sei, so lange wie nötig zu kämpfen, und dass sich das Land derzeit nicht auf eine diplomatische Lösung konzentriere. Er betonte jedoch, dass es an den USA und seinen Verbündeten liege, einen Vorschlag zu unterbreiten.
Der (aktive) Vietnamkrieg dauerte von 1965–1973. Auf amerikanischer Seite fielen 58'300 Soldaten. Auf vietnamesischer Seite gab es inklusive Zivilisten rund 3,2 Millionen Tote.
Merz bekräftigt Nein zu Einsatz in Strasse von Hormus
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Die Lage in der Strasse von Hormus wird immer prekärer. US-Präsident Donald Trump hatte daher die Nato-Verbündeten zur Unterstützung bei der Sicherung der Strasse von Hormus aufgefordert. Erste Länder wiesen diese Forderungen jedoch bereits zurück.
«Dieser Krieg hat mit der Nato nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der Nato», hatte der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius bereits am Montagmittag in Berlin erklärt. Nun hat der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (70) dieses Nein nochmals bekräftigt.
«Wir werden uns nicht daran beteiligen, in der Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewährleisten. Der Krieg im Nahen Osten ist nicht Angelegenheit der Nato. Deshalb wird sich Deutschland auch nicht militärisch einbringen», schrieb Merz am Montagabend auf der Plattform X.
«Niemand will sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen», sagte auch die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) am Abend nach Beratungen der Aussenminister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel. «Das ist nicht unser Krieg», bekräftigte sie.
In einer Pressekonferenz am Montagnachmittag hatte Trump erneut scharf gegen die europäischen Partner geschossen. «Wenn uns bestimmte Länder nicht helfen, merken wir uns das», drohte der US-Präsident.
Explosion in Bagdad – Rauch über US-Botschaft
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Rauch über der irakischen Hauptstadt Bagdad: Am Montagabend hat es nahe der US-Botschaft eine starke Explosion gegeben. Videos in den sozialen Medien zeigen eine Rauchwolke in der Nähe des US-Botschaft und des Royal Tulip al-Rasheed Hotel.
In Gebiet befinden sich neben der US-Botschaft weitere diplomatische Vertretungen. Auch internationale Institutionen und Einrichtungen der irakischen Regierung haben dort ihren Sitz. Die US-Botschaft in Bagdad war zuletzt mehrfach Ziel von Angriffen geworden.
Nach Angaben eines Medium, welches irakischen Milizen nahesteht, soll es einen angeblichen Drohnenangriff auf das Royal Tulip al-Rasheed Hotel gegeben. Demnach habe sich dort eine EU-Delegation befunden. Diese Angabe konnte nicht unabhängig bestätigt werden.
«Wenn uns bestimmte Länder nicht helfen, merken wir uns das»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Viel Selbstlob und harte Seitenhiebe nach Europa: Während einer Pressekonferenz am Montagnachmittag (Schweizer Zeit) in Washington hat US-Präsident Donald Trump (79) eine aktuelle Bilanz zum Iran-Krieg gezogen. «Unsere beeindruckende Militärkampagne ist in den letzten Tagen mit aller Kraft weitergelaufen. Wir haben ihre Marine vernichtet. Seit Beginn des Konflikts haben wir über 7000 Ziele im Iran getroffen», sagte Trump.
Trump äusserte sich auch zur Strasse von Hormus. Er gehe von keiner Gefahr durch iranische Minen aus: «Wir haben 39 ihrer Minenlegerschiffe zerstört. Wir sind überzeugt, dass sie nicht in der Lage waren, die Strasse von Hormus zu verminen», so Trump.
Während er den Einsatz der USA lobte, schoss Trump wieder einmal scharf gegen die europäischen Partner. «Wenn uns bestimmte Länder nicht helfen, merken wir uns das», drohte der US-Präsident.
Konkret kritisierte Trump dabei die Regierungschefs von Frankreich und Grossbritannien dafür, dass sie sich nicht stärker im Iran-Krieg engagierten. Über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron (48) sagte Trump etwa, er sei «auf einer Skala von Null bis Zehn eine Acht. Nicht perfekt, aber es ist eben Frankreich.»
Dann teilte Trump erneut gegen die Nato aus: «Warum schützen wir Länder, die uns nicht schützen? Das war immer eine Schwäche der Nato. Wir unterstützen sie immer. Wenn wir aber in Not sind, helfen sie uns nicht.»
Diese Kritik versah er zudem mit einem Seitenhieb auf den Ukraine-Krieg. «Wir brauchen niemanden. Wir sind das stärkste Land der Welt. Wir müssen mit diesen Ländern in der Ukraine nicht zusammenarbeiten», betonte Donald Trump. Und weiter: «Putin hat Angst vor den USA – aber nicht vor Europa.»
Zum Ende der Pressekonferenz zeigte sich der US-Präsident zuversichtlich, wenn auch kritisch Richtung Europa: «Ich denke, wir werden die Situation bald unter Kontrolle haben. Und wir werden von einigen Ländern enttäuscht werden. Das wird sich bald zeigen.»
Irans oberster Führer soll homosexuell sein – Trump lacht über die Nachricht
Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk
Man müsste meinen, dass US-Präsident Donald Trump (79) aktuell wenig zu lachen hat. Der Krieg im Iran dauert länger als geplant, die Ölpreise steigen und im November stehen die Midterms an. Diese gefährden die republikanische Mehrheit im Kongress.
Wie die «New York Post» berichtet, überraschte ihn eine Nachricht trotzdem dermassen, dass er laut losgelacht haben soll. Donald Trump soll vom US-Geheimdienst vergangene Woche zugetragen worden sein, dass der iranische oberste Führer Modschtaba Chamenei (56) homosexuell sein könnte.
Dies könnte weiter auch der Grund sein, dass sein Vater, der verstorbene Ali Chamenei (†86) an der Eignung seines Sohnes zur Führung der Islamischen Republik gezweifelt haben soll.
Auch andere Anwesende hätten die Aussage «urkomisch» gefunden. Die Informationen der «New York Post» stammen angeblich von zwei Geheimdienst-Beamten und einer weiteren Person aus dem Umfeld des Weissen Hauses.
Die Behauptung diene gemäss dieser Quellen keinesfalls dazu, den iranischen Führer zu diffamieren.
Nach dem Luftangriff, bei dem sein Vater und andere Familienmitglieder ums Leben kamen und auch er verletzt worden sein soll, soll er bei männlichen Betreuungspersonen «aggressive» sexuelle Annäherungsversuche gestartet haben. Dies sei wohl auf die Medikation zurückzuführen gewesen, sagt eine Quelle gegenüber der Post.
Beweise für die angeblichen sexuellen Vorlieben Chameneis, wie Fotos oder Videos, gibt es keine. Die Quellen beharren jedoch auf ihren Aussagen, dass die Hinweise verlässlich seien.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Sexualleben des 56-Jährigen Thema ist. In einer geheimen Akte, die 2008 öffentlich wurde, wird beschrieben, dass er eher spät geheiratet habe. Auch das Zeugen von Kindern liess auf sich warten. Grund dafür sei eine Erkrankung gewesen, die ein Potenzproblem zur Folge hatte.
In der Akte heisst es auch, dass er während mehrerer Aufenthalte in Grossbritannien in Spitälern wegen Impotenz behandelt worden sei. Seine Ehefrau und sein Sohn sollen bei dem Luftangriff, bei dem sein Vater starb, ebenfalls ums Leben gekommen sein.
Homosexuelle Handlungen sind im Iran höchst illegal. Zur Abschreckung wurden homosexuelle Iraner an Baukränen aufgehängt. Im Jahr 2007 sagte der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad: «Im Iran gibt es keine Homosexuellen». Er gilt als Verbündeter von Modschtaba Chamenei.
Iran kündigt Angriffe auf US-Industrieanlagen an
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Die Islamischen Revolutionsgarden des Irans haben auf Telegram angekündigt, US-Industriebetriebe in der Region anzugreifen. Zugleich forderten die Revolutionsgarden die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen: «Wir warnen das besiegte amerikanische Regime, alle amerikanischen Industriebetriebe in der Region zu evakuieren, und wir fordern die Menschen in der Umgebung von Industrieanlagen, an denen Amerikaner Anteile halten, dringend auf, diese Gebiete zu verlassen, damit ihnen kein Leid zugefügt wird.»
Zu den angekündigten Angriffen hiess es weiter in der Nachricht: «In den kommenden Stunden werden diese Industriebetriebe angegriffen und bombardiert.»