«Geheimeinsatz aufgeflogen»
London enthüllt brisante U-Boot-Aktivitäten der Russen

Der britische Verteidigungsminister John Healey enthüllte am Donnerstag eine russische U-Boot-Operation im Atlantik. Er warnte Wladimir Putin vor Sabotage an britischen Kabeln und Pipelines und drohte mit schwerwiegenden Konsequenzen im Falle eines Angriffs.
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Londons Verteidigungsminister John Healey enthüllte am Donnerstag eine geheime U-Boot-Operation der Russen in britischen Gewässern.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grossbritannien enthüllt russische U-Boot-Aktivitäten im Atlantik, reagiert mit Überwachung.
  • Operation umfasste drei russische U-Boote, darunter ein Akula-Klasse-Modell.
  • 100 Mio. Pfund für U-Boot-Jagdflugzeuge
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Marian NadlerRedaktor News

Der britische Verteidigungsminister John Healey (66) hat am Donnerstag Details zu einer kürzlich von Russland im Atlantik durchgeführten Militäroperation enthüllt. Er sagte bei einer Medienkonferenz, er tue dies, um die andauernden russischen Aktivitäten, die Grossbritannien bedrohen, aufzudecken. Gleichzeitig hob er die «ständige Bereitschaft» Grossbritanniens zur Reaktion hervor.

Healey fügte hinzu, dass Grossbritannien in Zusammenarbeit mit Norwegen und anderen Verbündeten auf die verstärkten russischen Aktivitäten im Atlantik nördlich von Grossbritannien reagiert habe. An der Operation sollen ein russisches U-Boot der Akula-Klasse sowie zwei U-Boote der Hauptdirektion für Tiefseeforschung (Gugi) beteiligt gewesen sein. U-Boote der Akula-Klasse verfügen über vier Torpedorohre. Diese ermöglichen den Einsatz von Torpedos, Anti-U-Boot-Raketen und Marschflugkörpern sowie das Ausstossen von Seeminen.

Healey hat Botschaft für Putin

Healey habe einen Einsatz der britischen Streitkräfte angeordnet, um die russischen U-Boote «rund um die Uhr» überwachen zu lassen. Er ergänzte, sie hätten die britischen Gewässer inzwischen verlassen und der «versuchte Geheimeinsatz sei aufgeflogen». Die Operation dauerte mehr als einen Monat, bevor sich die russischen U-Boote zurückzogen, und ist nun abgeschlossen, fügte er hinzu.

Healey wandte sich auch direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin (73). «Wir sehen Sie, wir sehen Ihre Aktivitäten über unseren Kabeln und Pipelines», sagte er. Jeder Versuch, britische Kabel oder Pipelines zu beschädigen, würde nicht toleriert und hätte schwerwiegende Konsequenzen zur Folge.

Briten schicken Flugzeugträger in den Hohen Norden

Im Rahmen der Medienkonferenz kündigte Healey eine zusätzliche Investition in Höhe von 100 Millionen Pfund für U-Boot-Jagdflugzeuge an. London wolle zu einer «Hybrid-Seestreitmacht» werden. 

Noch in diesem Jahr wird die britische Flugzeugträgergruppe in den Hohen Norden verlegt. Sie soll die neue Nato-Mission Arctic Sentry leiten. Die Nato-Operation Arctic Sentry konzentriert sich auf die Stärkung der Abschreckung und Verteidigung in der Region.

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