Darum gehts
- Zwei russische Jets belästigten im April ein britisches Aufklärungsflugzeug über dem Schwarzen Meer
- Die Jets flogen auf sechs Meter heran und deaktivierten den Autopiloten
- Grossbritannien warnt vor Eskalation nach diesem gefährlichen Vorfall im internationalen Luftraum
Ein unbewaffnetes Aufklärungsflugzeug der britischen Armee entging vergangenen Monat nur knapp einer Katastrophe, als es von zwei russische Kampfflugzeugen «wiederholt und gefährlich» belästigt wurde.
Das Flugzeug vom Typ RC-135 Rivet Joint führte eine Routinepatrouille im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer durch, teilte das britische Verteidigungsministerium mit.
«Russische Su-35- und Su-27-Kampfflugzeuge flogen bis auf sechs Meter an die Nase des Fliegers heran und setzten den Autopiloten des Flugzeugs ausser Betrieb.» Der äusserst geringe Abstand zu den Jets habe die Notfallsysteme des Fliegers ausgelöst.
«Inakzeptables Verhalten»
Der britische Verteidigungsminister John Healey sagte: «Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das gefährliche und inakzeptable Verhalten russischer Piloten gegenüber einem unbewaffneten Flugzeug, das im internationalen Luftraum unterwegs ist.»
Immer wieder sorgen solche Aktionen sowohl bei der Nato als auch in Russland für Schlagzeilen. Laut Grossbritannien hätte der jüngste Vorfall fast zu einer Eskalation oder einem Unfall geführt.