Fünf Operationen und zwei Wochen im Spital
Bub (3) in England in Krokodilgehege geworfen

In Cambridgeshire wurde ein kleiner Junge von einem Fremden in ein Kroko-Gehege geworfen – und kämpft seither im Spital um sein Leben. Auch in der Schweiz gab es bereits Zoounfälle.
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Der Bub wurde von einem Krokodil angegriffen. (Symbolbild)
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Mann warf in Cambridgeshire einen 3-Jährigen ins Krokodilgehege
  • Junge überlebte schwer verletzt, musste schon fünf Mal operiert werden
  • Über 57'000 Franken Spenden gesammelt, Verdächtiger auf Kaution frei
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Vor über zwei Wochen spielten sich dramatische Szenen in einem Zoo in der englischen Grafschaft Cambridgeshire ab. Wie mehrere britische Medien berichten, soll ein Mann einen kleinen Buben (3) gepackt und in ein Krokodilgehege geworfen haben. Der Dreijährige wurde in der Folge von einem der Tiere schwer verletzt.

Seither musste der Junge fünf Mal operiert werden. Mittlerweile gilt sein Zustand zwar als stabil, nichtsdestotrotz hat er noch zwei weitere Eingriffe vor sich, wie seine Eltern informieren. «Wir leben nun schon seit zwei Wochen im Krankenhaus», schreiben sie in einem Post auf Instagram. Die Rehabilitation würde Monate dauern und sei «kein kurzer Prozess».

Über 53'000 Pfund gespendet

Nach dem Vorfall haben die Eltern eine Spendenseite für ihren Sohn eingerichtet. Seither wurden über 53'000 Pfund (knapp 57'000 Franken) für den Dreijährigen gesammelt. «Wir sind unglaublich dankbar für die Grosszügigkeit aller. Wir können euch gar nicht genug dafür danken, dass ihr unsere Familie in dieser schrecklichen Zeit unterstützt habt», schreiben die Eltern.

Unschön dürfte für sie jedoch sein, dass der Verdächtige wieder auf freiem Fuss ist – kurz nachdem er festgenommen wurde, kam er auf Kaution wieder frei. Gegen ihn wird wegen Verdachts auf versuchten Mord ermittelt.

Tödliche Unfälle auch im Basler Zolli und im Zoo Zürich

Auch in der Schweiz kam es in Zoos schon zu Unfällen. 2020 verstarb Tierpflegerin Esther S.* (†55) im Zoo Zürich, nachdem sie von einer Tigerin angegriffen wurde.

Bereits länger zurück, aber ebenfalls mit tödlichem Ende, liegt ein Vorfall im Basler Zolli. Im Sommer 1990 starb damals eine Frau (†29), die ins Gehege der Panzernashörner kletterte – es ist der einzige Unfall mit Todesfolge im Zolli. Darüber schrieb unter anderem die «Basler Zeitung».

Erst vergangenes Jahr brach ein Mann erneut in das Nashorngehege ein. Er war offenbar verwirrt und befand sich in einer «schwierigen Lebenssituation», als er eines der Tiere angreifen wollte, wie SRF berichtete. Glücklicherweise wurden beim Vorfall weder das Nashorn noch der Mann verletzt.

* Name geändert 

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