Riesiger Feuerball am Flughafen Dubai
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Treibstofftank getroffen:Riesiger Feuerball am Flughafen Dubai

«Gegen wichtige Ziele»
Israel startet gezielten Bodeneinsatz im Südlibanon

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 12 Minuten

Israel startet gezielten Bodeneinsatz im Südlibanon

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es wurde bereits mit Bodentätigkeiten gerechnet, nun sind sie Tatsache: Das israelische Militär teilt mit, es habe im Süden des Libanons eine begrenzte Bodenoffensive gestartet. 

Die 91. Regionaldivision «Galiläa» habe am späten Samstagabend einen Einsatz gestartet, bei dem Truppen laut Angaben des Militärs auf mehrere Hisbollah-Kämpfer stiessen und es dort zu schweren Gefechten kam. Mehrere «Feinde» seien dabei ums Leben gekommen. 

Die IDF erklären, die «gezielte Bodenoperation gegen wichtige Ziele» diene der Ausweitung des «vorwärtsgerichteten Verteidigungsgebiets». «Diese Operation ist Teil der Bemühungen, eine Vorwärtsverteidigung aufzubauen, wozu auch die Zerstörung der Terrorinfrastruktur und die Ausschaltung der in diesem Gebiet operierenden Terroristen gehören, um Bedrohungen zu beseitigen und den Bewohnern des Nordens zusätzliche Sicherheit zu bieten», so das Militär.

Der erste Einsatz fand bereits am Samstagabend statt.

Der Libanon leidet besonders unter dem Krieg in Nahost. Bisher kamen laut Angaben des Landes rund 850 Menschen seit Kriegsausbruch am 28. Februar ums Leben. Der ägyptisch-deutsche Politologe Hamed Abdel-Samad hofft, dass die Akteure in der Region endlich zur Einsicht gelangen, wie du in seiner Einschätzung der Lage hier nachlesen kannst. 

03:18 Uhr

Ein riesiges Feuer wütet auf dem Flughafen Dubai

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

Der Iran schiesst weiterhin auf die anderen Golfstaaten. In der Nacht auf Montag traf eine Drohne einen Treibstofftank beim Dubai International Airport und löste eine gewaltige Explosion aus.

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Der Flugverkehr auf dem Drehkreuzflughafen wurde daraufhin vorübergehend eingestellt, wie die Zivilluftfahrtbehörde des Emirats mitteilte. Reisenden wurde empfohlen, sich bei ihren Fluggesellschaften nach den neuesten Informationen zu erkundigen. Mittlerweile läuft der Flugverkehr wieder teilweise – es kommt jedoch zu grossen Einschränkungen. 

Der Brand des Treibstofftanks sei «erfolgreich unter Kontrolle gebracht» worden – es habe keine Verletzten gegeben, hiess es weiter. Dubai wird seit Kriegsbeginn immer wieder aus dem Iran mit Raketen und Drohnen angegriffen. 

Wie ein Schweizer Auswanderer in Dubai die ersten Stunden des Krieges erlebte, liest du in diesem Artikel vom 1. März. Auch damals nahm der Iran den zweitverkehrsreichsten Flughafen der Welt ins Visier.

01:43 Uhr

Trump fordert Hilfe von der Nato und droht

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

Seit dem Angriff auf den Iran kommen kaum mehr Schiffe durch die Strasse von Hormus. Nun fordert US-Präsident Donald Trump die Nato-Staaten auf, bei der Öffnung der Meerenge mitzuhelfen. Ansonsten drohe «eine sehr schlechte Zukunft für die Nato».

Foto: AP

«Es ist nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert», sagte Trump der «Financial Times» in einem Telefoninterview. 

Trump schwebt dabei vor, dass die Verbündeten direkt an den Kämpfen teilnehmen. Er wolle «Leute, die einige böse Akteure an der Küste ausschalten», sagte der US-Präsident und bezog sich dabei auf iranische Streitkräfte, die im Golf Drohnen und Seeminen eingesetzt haben.

Der Präsident verwies auf die Unterstützung der USA für die Ukraine im Krieg gegen Russland. «Wir mussten ihnen in der Ukraine nicht helfen. Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen.»

Der Hintergrund: Durch die Strasse von Hormus werden in Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls und Erdgases verschifft. Besonders die Länder Ostasiens (China, Japan, Südkorea) sind auf die Lieferungen angewiesen. 

Trump hat in den letzten Tagen immer wieder gefordert, dass eine internationale Koalition den Weg für die Schifffahrt freimacht. Wie sich die Blockade der Strasse von Hormus auf die Schweiz auswirkt, führt Kollegin Milena Kälin in ihrem Artikel aus.

15.03.2026, 22:15 Uhr

USA planen Koalition zur Eskortierung von Öltankern in der Strasse von Hormus

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die iranische Blockade der Strasse von Hormus treibt den weltweiten Ölpreis in die Höhe. Die Meerenge zwischen dem Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman ist für die Ölversorgung der Weltwirtschaft zentral: Rund ein Fünftel der weltweiten Ölmengen gehen hier durch. Auch die Schweiz ist von den Auswirkungen der Blockade betroffen. 

Foto: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET

Die USA wollen schon seit längerem den Schiffen in der Strasse von Hormus militärischen Geleitschutz geben, um den Druck auf den internationalen Ölhandel zu entlasten. US-Präsident Donald Trump (79) hatte am Samstag auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, dass er dabei auf die Hilfe anderer Staaten hoffe. Als Beispiel nannte er etwa Grossbritannien oder Frankreich.

Diese Idee soll in den nächsten Tagen konkret werden. Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» haben mehrere Länder zugestimmt, zusammen mit den USA Öltanker in der Strasse von Hormus militärisch zu eskortieren. Die Trump-Regierung plane laut mehreren anonymen Quellen, eine solche Koalition schon in der kommenden Woche zu präsentieren.

Foto: IMAGO/Newscom / AdMedia

Es werde allerdings noch diskutiert, ob diese Operationen vor oder nach dem Ende der Kampfhandlungen mit dem Iran beginnen sollen, heisst es im Bericht weiter. Auch ist unklar, welche Staaten genau zu dieser geplanten Koalition gehören sollen.

15.03.2026, 21:32 Uhr

Trümmer einer iranischen Rakete treffen Residenz des US-Konsulats in Jerusalem

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Israel wird seit zwei Wochen fast dauerhaft mit iranischen Raketen und Drohnen beschossen. Die meisten dieser Geschosse können zwar abgefangen werden, die Trümmerteile können aber trotzdem Schaden anrichten. Am Sonntag traf ein solches Raketenfragment ein Wohnhaus in Jerusalem, das von Mitarbeitern des US-Konsulats benutzt wird.

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Wie die «Times of Israel» berichtet, wurden keine amerikanischen Diplomaten oder andere Mitarbeiter des Konsulats bei dem Angriff verletzt. Bilder eines Lokalsenders zeigen Schäden an der Decke des Wohnhauses. «Die Vereinigten Staaten verurteilen die Angriffe des Iran und vom Iran unterstützter terroristischer Milizen auf diplomatische, militärische und zivile Infrastruktur aufs Schärfste», erklärte ein Sprecher des US-Aussenministeriums gegenüber CNN.

Israel greift zum Abfangen iranischer Geschosse auf ein modernes Raketenabwehrsystem zurück. Seit Beginn des Konflikts ist allerdings unklar, wie lange das Land noch die nötige Munition aufbringen kann, um ein solches System zu betreiben. Am Samstag berichtete die US-amerikanische Nachrichtenseite «Semafor», dass die Anzahl israelischer Abwehrraketen aktuell «kritisch niedrig» sei. Die USA warnen schon seit längerem, dass es infolge des Irankrieges zu einem Engpass an wichtiger Munition kommen könnte.

15.03.2026, 16:52 Uhr

Alt-Ayatollah Ali Chamenei zweifelte Intelligenz seines Sohnes an

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Modschtaba Chamenei wurde vor einer Woche zum neuen Machthaber im Iran ausgerufen. Ob dies aber tatsächlich auf Wunsch seines Vaters geschah, wird mittlerweile angezweifelt. Mehrere anonyme Quellen berichten CBS News, dass der Alt-Ayatollah Ali Chamenei seinen Sohn wohl für ungeeignet hielt, die Macht im Iran zu übernehmen.

Modschtaba Chamenei ist der neue Machthaber im Iran.
Foto: KEYSTONE/AP/VAHID SALEMI

Modschtaba Chamenei war jahrelang ein enger Berater seines Vaters. Dieser habe seinen Sohn allerdings als «nicht sehr intelligent» wahrgenommen und seine Führungsfertigkeiten angezweifelt, so die Quellen. US-Präsident Donald Trump (79) sei vom US-Geheimdienst über die Zweifel des Alt-Ayatollahs an seinem Sohn informiert worden. Er habe diese Informationen aber als nicht relevant eingestuft.

Trump sei überzeugt davon, dass Modschtaba Chamenei aktuell schwer verletzt oder vielleicht sogar schon tot sei, heisst es im Bericht von CBS News weiter. Über den Gesundheitszustand des neuen Ayatollahs wird seit Tagen spekuliert. Klar ist, dass er bei demselben Luftangriff verletzt wurde, der seinem Vater das Leben kostete. Dies bestätigte unter anderem der iranische Botschafter auf Zypern in einem Interview mit dem «Guardian». Der iranische Aussenminister behauptete allerdings in einem Interview am Samstag, dass es «keine Probleme» mit Modschtaba Chamenei gebe. Darüber berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.

15.03.2026, 15:18 Uhr

Israel plant Angriffe im Iran für mindestens drei weitere Wochen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Seit über zwei Wochen beschiessen sich der Iran und Israel fast täglich. Ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht. Laut einem Sprecher des israelischen Militärs sollen die Kämpfe noch mindestens drei weitere Wochen lang andauern. Das berichtete unter anderem CNN.

«Wir haben Tausende von Zielen vor uns», erklärte der Militärsprecher dem US-amerikanischen Fernsehsender. Israel arbeite im Irankrieg ausserdem «nicht nach einer Stoppuhr oder einem Zeitplan, sondern wir sind vielmehr darauf ausgerichtet, unsere Ziele zu erreichen».

Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Laut einem Post der israelischen Armee vom Freitag haben die Streitkräfte im Iran bereits über 7500 Ziele beschossen. Das Militär gibt an, mit diesen Angriffen «Tausende Terroristen eliminiert» zu haben.

Die Attacken haben aber auch nichtmilitärische Opfer gefordert. Laut dem iranischen Gesundheitsministerium sind in den vergangenen zwei Wochen über 1200 Zivilisten gestorben, wie der US-amerikanische Radiosender NPR berichtet. Über 10'000 Iranerinnen und Iraner sollen zudem bei den Angriffen der USA und Israels verletzt worden sein. In Israel sind laut den lokalen Behörden zwölf Zivilisten und zwei Soldaten infolge iranischer Angriffe gestorben.

15.03.2026, 14:56 Uhr

Schah-Sohn präsentiert seine Ziele für einen freien Iran

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Reza Pahlavi (65) ist der Sohn des 1979 gestürzten Schah von Persien. Er lebt seit Jahrzehnten im, Exil in den USA, von wo aus er seine Landsleute zum Protest und zum Sturz der islamistischen Regierung antreibt. Auf Demonstrationen gegen das Mullah-Regime innerhalb und ausserhalb des Irans sind immer wieder Fotos und Plakate des Schah-Sohns zu sehen. Viele Menschen wünschen sich ihn als Herrscher zurück.

Foto: keystone-sda.ch

Pahlavi hat nun in einem Post auf der Nachrichtenplattform X fünf seiner potenziellen Ziele als Herrscher des Irans präsentiert. Viele dieser Ziele sind dabei von wirtschaftlicher Natur. So will der Schah-Sohn laut eigener Aussage die Wirtschaft des Landes der Kontrolle des Militärs entziehen und sie den Bürgern und Unternehmern zurückgeben. Weiter wolle er den vom Mullah-Regime «gestohlenen Reichtum» des Irans zurückfordern und diesen für die eigenen Bürger einsetzen. 

Weiterhin würde er sich als Anführer für die Modernisierung der Infrastruktur einsetzen und die Korruption des Landes beenden. Schliesslich spricht Pahlavi die seiner Meinung nach wichtigste Ressource des Landes an: «Irans grösstes Kapital sind nicht Öl und Gas, sondern seine Bürger.» Er verspricht dem Volk unter seiner Regierung Wachstum und Wohlstand.

Foto: AFP via Getty Images

Ob der Schah-Sohn in Zukunft aber tatsächlich die Führung im Iran übernehmen wird, ist äusserst ungewiss. Einerseits halten sich die USA und ihre israelischen Verbündeten darüber bedeckt, ob sie mit dem Krieg im Iran tatsächlich einen Regimewechsel in Teheran herbeiführen wollen. US-Präsident Donald Trump (79) sagte zu diesem Thema lediglich, er wünsche sich «Freiheit für die Menschen» im Land, wie unter anderem die BBC berichtete. Auch ist nicht klar, ob sich tatsächlich eine Mehrheit des iranischen Volkes eine Rückkehr des Schah-Sohnes wünscht. 

15.03.2026, 09:09 Uhr

Israel startet grossangelegte Angriffswelle

Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk

Die israelischen Streitkräfte haben am Sonntag nach eigenen Angaben eine grossangelegte Angriffswelle im Iran begonnen. In einer Mitteilung auf X hiess es dazu: «Die israelischen Streitkräfte haben vor Kurzem eine grossangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Westen des Irans gestartet.»

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In den vergangenen Tagen hatte die israelische Luftwaffe bereits nach eigenen Angaben «mehrere Produktionsstätten des iranischen Terrorregimes für Luftverteidigungssysteme» angegriffen. Auch ein regionales Hauptquartier der Revolutionsgarden, ein wichtiges Hauptquartier der Basidsch-Miliz und das Hauptquartier der iranischen Sicherheitskräfte seien Ziel der Angriffe gewesen.

<p>Israelischer Kampfjet über Galiläa.</p>
Foto: keystone-sda.ch

Mehreren Berichten zufolge ereigneten sich am Sonntag Explosionen in Hamadan sowie in Kermanschah.

Unterdessen gefährden US-Angriffe die Kharg-Insel im Persischen Golf. Diese ist Dreh- und Angelpunkt für iranische Ölexporte. Mein Kollege Johannes Hillig, hat die für den Iran so wichtige Mini-Insel genauer beleuchtet. Seinen Artikel liest du hier.

15.03.2026, 06:40 Uhr

Irans Revolutionsgarden drohen Netanjahu

Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk

Irans Revolutionsgarden drohen offen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76). In einer Mitteilung kündigten sie an, Netanjahu «zu jagen und zu töten», wie die Nachrichtenagentur AFP auf X schreibt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Demnach liessen die Revolutionsgarden wörtlich verlauten: «Wenn dieser Kindermörder noch lebt, werden wir ihn weiterhin mit aller Macht jagen und töten.»

Zuvor waren Gerüchte gestreut worden, wonach Netanjahu nicht mehr am Leben sei. Sein Büro teilte laut türkischer Nachrichtenagentur Anadolu allerdings inzwischen mit, es handele sich um «Fake News».

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Der Krieg im Nahen Osten dauert nunmehr seit mehr als zwei Wochen an. Gemeinsam mit dem Restregime mit dem neuen Obersten Führer Motschtaba Chamenei (56) leisten die Revolutionsgarden erbitterten Widerstand.

US-Präsident Donald Trump (79) dürfte sich das anders vorgestellt haben. Mein Kollege Guido Felder schreibt in seiner Analyse, warum Trumps Bomben allein keinen Regimewechsel im Iran bringen werden – und was es dafür nun stattdessen braucht. Mehr erfährst du hier.

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