Darum gehts
- Donald Trump beklagt, dass Epstein-Fotos den Ruf von Menschen zerstörten
- Ex-Präsident Bill Clinton fordert Veröffentlichung aller Epstein-Akten
- Clinton-Sprecher: «Jemand oder etwas wird geschützt»
US-Präsident Donald Trump (79) äusserte sich erstmals zu den zahlreichen Fotos von Ex-Präsident Bill Clinton (79) in den Epstein-Akten. Von Journalisten darauf angesprochen, zeigte sich Trump am Montag milde. «Ich mag die Bilder von Bill Clinton nicht, die gezeigt werden. Ich mag die Bilder von anderen Leuten nicht, die gezeigt werden. Ich finde das eine schreckliche Sache», sagte Trump.
«Ich denke, Bill Clinton ist ein grosser Junge. Er kann damit umgehen», sagte Trump laut CNN weiter. Viele Leute, die nichts mit Epstein zu tun gehabt hätten, seien nun auf den Fotos aufgetaucht, so der US-Präsident. «Das zerstört den Ruf von jemandem.» Auch von Trump selber sind zahlreiche Bilder mit Epstein bekannt .
«Jemand oder etwas wird geschützt»
Clintons Name und Fotos tauchen in den Epstein-Akten gehäuft auf. Bisher veröffentlicht das Justizministerium die Dokumente nur schrittweise. Clinton forderte Trump nun auf, alle Akten, die den ehemaligen Präsidenten selbst betreffen, unverzüglich veröffentlichen zu lassen.
Wie Clinton-Sprecher Angel Ureña in einem Statement auf X schreibt, lässt die scheibenweise Veröffentlichung der Epstein-Akten Fragen offen. In dem Statement heisst es: «Was das Justizministerium bisher veröffentlicht hat und die Art und Weise, wie es dies getan hat, macht eines deutlich: Jemand oder etwas wird geschützt.»
«Wir brauchen keinen solchen Schutz»
Clintons Sprecher betont: «Wir wissen nicht, wer oder was und warum. Aber wir wissen eines: Wir brauchen keinen solchen Schutz.» Weiter stellt er eine klare Forderung: «Wir fordern Präsident Trump auf, Generalstaatsanwältin Bondi anzuweisen, unverzüglich alle verbleibenden Materialien freizugeben, die sich auf Bill Clinton beziehen oder ein Foto von ihm enthalten.»
Weigere sich das Justizministerium die Akten offenzulegen, sehe man den Verdacht bestätigt, dass es dem «Justizministerium nicht um Transparenz geht, sondern um Unterstellungen». Dann wäre deutlich, dass selektive Veröffentlichungen genutzt würden, um bereits entlasteten Personen Fehlverhalten zu unterstellen, heisst es in dem Statement weiter.