Darum gehts
- Hantavirus-Ausbruch auf MV Hondius: Kapitän dankt Passagieren und Crew
- Dobrogowski lobt Geduld und Disziplin trotz schwieriger Wochen
- Evakuierung auf Teneriffa: Montag verlassen 80 Prozent die Hondius
Es müssen unglaublich harte Wochen gewesen sein: Jan Dobrogowski, der Kapitän der vom Hantavirus betroffenen MV Hondius, hat sich in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. Er möchte sich bei allen Passagieren und Crewmitgliedern an Bord seines Schiffes bedanken, so Dobrogowski. «Die letzten paar Wochen waren für uns alle sehr anstrengend. Was mich am meisten berührt hat, war eure Geduld, eure Disziplin und die Freundlichkeit, die ihr euch gegenseitig entgegengebracht habt.»
Er habe Einigkeit gesehen und grosse Stärke. «Ich kann mir nicht vorstellen, mit einer besseren Gruppe an Passagieren und Crewmitgliedern über das Meer zu segeln.» Die Gedanken des Polen seien bei den Menschen, «die nicht mehr länger unter uns sind.»
«Es ist schmerzhaft»
In einer solch aussergewöhnlichen Situation könne jedes Wort und jeder Satz aus dem Kontext gerissen werden. «Das kann für die Personen an Bord schmerzhaft sein, während sie sich ohnehin schon Sorgen machen und in Unsicherheit leben.» Zum Schluss erklärt Dobrogowski erneut, dass es den Job eines Kapitäns sei, seine Crew zu lesen und die Passagiere sicher an ihren Ankunftsort zu bringen. «Unsere Aufgabe hört aber nicht da auf. Im Namen von meiner Crew, von mir und Oceanwide Expeditions bitte ich um Privatsphäre der Passagiere, der Crew und hoffe, dass alle heil zu Hause ankommen.»
Am Sonntag war das Schiff an der spanischen Ferieninsel Teneriffa angekommen. Am Montag sollten die restlichen Passagiere und ein Grossteil der Besatzung evakuiert werden. Die Hondius soll am Montagabend wieder in See stechen und nach Rotterdam fahren. Dort gehen die verbliebenen Personen von Bord.