«Es ist eine sehr dramatische Situation»
Auf Weg nach Oslo – Selenskis Flieger beinahe von Drohne getroffen

Am Dienstagabend befand sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski auf dem Weg nach Oslo. Kurz nach dem Start in Moldau wurde sein Flieger jedoch beinahe von einer Drohne getroffen. Der norwegische Ministerpräsident spricht von einer «dramatischen Situation».
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Der Flieger vom ukrainischen Präsidenten Selenski wurde am Dienstagabend beinahe von einer Drohne getroffen.
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Selenski entging am Dienstag in Moldau knapp Drohnenkollision vor Oslo-Flug
  • Norwegens Premier: Dramatische Szenen und belastende Nacht für Selenski
  • Ukraine will eigene Luftabwehrsysteme entwickeln, Gespräche laufen noch
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Ganz knapp entging der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) am Dienstagabend in seinem Flieger einem Zusammenstoss mit einer Drohne. Von Moldau aus machte sich Selenski auf den Weg nach Oslo, wo er am Mittwoch an der Beisetzung von König Harald V. teilnahm und sich mit der Regierung traf. Wie der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (66) nun gegenüber dem Sender NRK berichtet, kam es jedoch kurz nach Selenskis Abreise aus Moldau zu dramatischen Szenen. 

«Sein Flugzeug wäre beim Start in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. Das ist die Realität, in der er sich befindet», sagte der Ministerpräsident. Am Mittwochmorgen besuchte Selenski Støre in dessen Büro. «Ich fragte ihn, wie die Nacht gewesen sei, und er sagte, es sei keine gute Nacht gewesen, da er am Telefon gesessen und Nachrichten darüber entgegengenommen habe, wo die Raketen eingeschlagen seien», führte Støre aus. Die ganze Situation habe ihn sehr mitgenommen, betonte der norwegische Ministerpräsident. «Es ist eine sehr dramatische Situation. Das hinterlässt einen starken Eindruck», so Støre. 

Am Dienstagabend war auch in Rumänien Drohnen-Alarm ausgerufen worden, nachdem eine russische Schahed-Drohne von Moldau aus in rumänischen Luftraum eingedrungen war. Bislang gibt es keinen Hinweis, dass die beiden Vorfälle in Verbindung miteinander stehen. 

Gespräche über Luftabwehr der Ukraine

Bereits bei seiner Ankunft in Oslo am Dienstagabend begab sich Selenski direkt zu einem Treffen mit Støre, Finanzminister Jens Stoltenberg (67) und Aussenminister Espen Barth Eide (62), um über die Luftabwehr der Ukraine zu sprechen. Am Sonntag hatte Selenski bereits angekündigt, nach Norwegen und Kanada zu reisen, um mit den beiden Ländern über ballistische Abwehrwaffen zu sprechen.

Gegenüber NRK wollte Støre sich zu konkreten Ergebnissen dieser Gespräche vorerst nicht äussern. «Wir sind noch nicht so weit. Die Industrie arbeitet gemeinsam daran, zu prüfen, ob es möglich ist, Luftabwehrsysteme für die Ukraine zu beschaffen, aber auch eine industrielle Lösung zu finden, mit der sie selbst Luftabwehrsysteme bauen können», erklärte er. 

Selenski drängt seit Monaten auf eine beschleunigte Entwicklung einer neuen Luftverteidigungsrakete, die die russischen ballistischen Raketen stoppen kann, gegen die die Ukraine bislang nicht ankommt. 

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