Darum gehts
- Bill Gates gesteht Affären mit zwei Russinnen während seiner Ehe
- Epstein finanzierte Ausbildung einer Geliebten von Gates und kannte Details
- Epstein hinterliess Mails mit Vorwürfen zu Gates und «russischen Mädchen»
Bill Gates (70) geht nun in die Offensive. Gegenüber den Mitarbeitern der Gates Foundation entschuldigte er sich für begangene Fehler in der Vergangenheit und beteuerte zugleich, nicht an den Verbrechen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) beteiligt gewesen zu sein. Konkret gab er zu, während der damaligen Ehe mit Melinda French Gates (61) zwei Affären mit Russinnen gehabt zu haben.
«Ich hatte tatsächlich Affären – eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die mich bei Bridge-Veranstaltungen traf, und eine mit einer russischen Kernphysikerin, die ich durch geschäftliche Aktivitäten kennenlernte», berichtet das «Wall Street Journal». Recherchen der Tageszeitung zufolge handelt es sich bei der Bridge-Spielerin um Mila Antonova, deren Name bereits 2023 im Rahmen des Epstein-Skandals auftauchte.
Epstein finanzierte ihre Ausbildung
Schon 2009 soll Gates Antonova in ihren 20ern bei einer Bridge-Veranstaltung kennengelernt haben. Über die Dauer der Affäre ist nichts Näheres bekannt. 2013 stellte ein Bekannter von Gates Antonova schliesslich Epstein vor. Auch über Gates' zweite Affäre soll Epstein Bescheid gewusst haben.
In seinem Geständnis beharrte Gates nun weiterhin darauf: «Um es klar zu sagen: Ich habe nie Zeit mit den Opfern, den Frauen in seinem Umfeld, verbracht.» Die zweite Äusserung «Frauen in seinem Umfeld» erscheint auffällig. Denn gegenüber dem «Wall Street Journal» erklärte Antonova 2023, dass Epstein ihre Ausbildung zur Software-Entwicklerin jahrelang finanziert habe.
«Epstein stimmte zu, alles zu bezahlen, er überwies das Geld direkt an die Schule. Ich weiss nicht, warum er das tat. Als ich ihn fragte, sagte er, er sei wohlhabend und helfe gerne, wenn er könne», sagte sie der Tageszeitung damals.
«Ich habe nichts Illegales getan»
Nun scheint Gates die spätere Verbindung zwischen Antonova und Epstein zu heikel geworden zu sein. «Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen», zitiert das «Wall Street Journal» eine weitere Aussage aus Gates' Geständnis.
Doch das Wissen über die Affären von Bill Gates schien Epstein gezielt in der Hinterhand behalten zu wollen. Nachdem Gates seine Verbindung mit Epstein abgebrochen hatte, verfasste dieser mehrere E-Mail-Entwürfe, die jetzt veröffentlicht wurden. Gerichtet waren die Nachrichten an Gates. Ihr brisanter Inhalt: Epstein warf Gates darin vor, sich bei «russischen Mädchen» mit einer Geschlechtskrankheit infiziert und ihn um Hilfe gebeten zu haben, um dies vor seiner Frau zu verbergen.