Darum gehts
- Larry Summers tritt von seiner Professur in Harvard zurück
- Summers hatte Kontakt zu Epstein, schrieb ihm zuletzt im Juli 2019.
- Rücktritt erfolgt Ende des akademischen Jahres, nach 50 Jahren in Harvard.
Nächster Knall im Epstein-Skandal: Nachdem Microsoft-Gründer Bill Gates (70) am Dienstag eine Affäre mit zwei Russinnen eingeräumt hat, gibt ein anderer Vertrauter des Sexualstraftäters ein Amt auf. Larry Summers (71) tritt von seiner Professur an der prestigeträchtigen Harvard-Universität zurück. Das berichtete die Studentenzeitung «Harvard Crimson» am Mittwoch unter Berufung auf einen Sprecher der Eliteuniversität.
Summers, der Epsteins berüchtigte Privatinsel besuchte und Reisen mit dessen Privatjet «Lolita Express» unternahm, wird zum Ende des akademischen Jahres von allen akademischen und wissenschaftlichen Ämtern an der Harvard-Universität zurücktreten. Der frühere US-Finanzminister bezeichnete die Entscheidung zum Rücktritt gegenüber dem «Harvard Crimson» als «schwierig». Er erklärte, er sei «den Tausenden von Studenten und Kollegen, die ich seit meinem Eintritt als Doktorand vor 50 Jahren in Harvard unterrichten und mit denen ich zusammenarbeiten durfte, zutiefst dankbar».
Summers schrieb noch einen Tag vor dessen Verhaftung mit Epstein
In Zukunft will sich Summers an anderer Stelle mit «Forschung, Analyse und Kommentierung einer Reihe globaler wirtschaftlicher Themen» beschäftigen. Im November vergangenen Jahres waren umfangreiche Korrespondenzen von Summers mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an die Öffentlichkeit geraten.
Die beiden tauschten sich regelmässig über Frauen, Politik und Projekte mit Harvard-Bezug aus. Das geht aus vom US-Justizministerium veröffentlichten Mails hervor. Summers' letzter Briefwechsel mit Epstein fand im Juli 2019 statt, einen Tag vor dessen Verhaftung und nur wenige Wochen bevor der ehemalige Investmentbanker tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden worden war.