Darum gehts
- Ein Foto von 2001 belastet Andrew Mountbatten-Windsor im Epstein-Skandal schwer
- Ghislaine Maxwell bestätigt Echtheit des Fotos und widerspricht bisherigen Aussagen
- Über drei Millionen Epstein-Dokumente wurden vom US-Justizministerium veröffentlicht
Das Foto aus dem Jahr 2001, das um die Welt ging, belastet Andrew Mountbatten-Windsor im Epstein-Skandal schwer. Es zeigt ihn mit der damals 17-jährigen Virginia Giuffre (1983–2025). Im Hintergrund ist die verurteilte Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell (64) zu sehen. Giuffre soll als Minderjährige über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019) an Andrew geraten sein – und von ihm missbraucht worden sein.
Immer wieder hatte Andrew die Echtheit des Fotos bestritten. Er habe sich gar nicht mit Giuffre ablichten lassen können, weil er an jenem Tag seine Tochter Beatrice zu einer Geburtstagsfeier in ein «Pizza-Express»-Restaurant gefahren habe, behauptete er in einem BBC-Interview. In einem anderem Interview behauptete sogar Maxwell später, das Foto sei ein «Fake».
Neues E-Mail belastet Andrew schwer
Nun ist aber ein Dokument aufgetaucht, dass die Behauptungen beider widerlegt. In einem E-Mail, das der britischen «Daily Mail» vorliegt, schreibt Ghislaine Maxwell, sie habe den einstigen Prinzen nicht nur Virginia Giuffre vorgestellt. Das Foto sei ausserdem auch noch in derselben Nacht in ihrem Haus in London aufgenommen worden.
Der E-Mail-Entwurf stammt aus den mehr als drei Millionen Dokumenten zum Epstein-Skandal, die das US-Justizministerium in der vergangenen Woche veröffentlichte. Er war gemäss «Daily Mail» für Jeffrey Epstein bestimmt.
In dem Entwurf schrieb sie wörtlich: «Im Jahr 2001 war ich in London, als (zensiert) einige meiner Freunde, darunter Prinz Andrew, kennenlernte. Ein Foto wurde aufgenommen, und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wollte sie dieses Freunden und Familie zeigen.»
Maxwell sah sich zum E-Mail gezwungen
Maxwell behauptete aber, keine Kenntnis davon zu haben, dass Andrew oder andere «prominente Personen» sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen hätten.
In dem E-Mail-Entwurf erklärte die Epstein-Komplizin zudem, sie habe sich aufgrund der «anstössigen Anschuldigungen» gegen sie dazu gezwungen gesehen, sich zu äussern. Tatsächlich bestreitet sie auch mehrere Vorwürfe.
Maxwells Aussage bezüglich des gemeinsamen Fotos dürfte nicht nur Andrew schwer belasten, sondern auch ein neues Licht auf frühere Aussagen ihrerseits werfen.