Externe Kanzlei beauftragt
WEF untersucht die Epstein-Kontakte von CEO Brende

Das WEF nimmt die Verbindungen seines Chefs Børge Brende zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter die Lupe. Neue US-Akten zeigen enge, vertraute Kontakte der beiden. Eine Kanzlei klärt nun die Hintergründe.
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Børge Brende spricht am diesjährigen WEF in Davos.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Das WEF prüft Kontakte von CEO Brende zu Epstein 2018–2019
  • E-Mails zeigen Treffen und Nachtessen in Epsteins New Yorker Wohnung
  • Epstein-Dokumente listen viele Namen, Brende nennt Treffen rückblickend falsch
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Das World Economic Forum (WEF) untersucht die Kontakte seines CEO und Präsidenten Børge Brende (60) zum verstorbenen US-Geschäftsmann und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019). Das bestätigte das WEF am Mittwochabend gegenüber der NZZ. Eine externe Kanzlei soll nun klären, wie eng der Austausch war – und ob Brende seine Vorgesetzten rechtzeitig informierte.

Auslöser der Untersuchung sind neu veröffentlichte Akten des US-Justizministeriums. In mehreren Dokumenten tauchen E-Mails und Chatnachrichten zwischen Brende und Epstein aus den Jahren 2018 und 2019 auf. Sie sind in einem freundschaftlichen Ton gehalten, inklusive Dankesbotschaften für gemeinsame Nachtessen in Epsteins New Yorker Wohnung.

Brende räumt Fehler ein

Brende ist Teil eines grossen Kreises von Politikern, Wirtschaftsführern und Promis, deren Namen in den sogenannten Epstein-Files erscheinen. Der frühere norwegische Aussenminister räumt Fehler ein. In einem Schreiben an den WEF-Stiftungsrat bezeichnete er die Treffen rückblickend als falsch. Nach der erneuten Anklage gegen Epstein im Sommer 2019 habe er das WEF-Topmanagement informiert.

Genau um diesen Punkt geht es nun. Die Untersuchung soll klären, ob auch WEF-Gründer Klaus Schwab (87) damals tatsächlich ins Bild gesetzt wurde. Schwab äussert sich bislang nicht. Gegenüber norwegischen Medien erklärte Brende, er könne sich an einzelne Chats nicht erinnern.

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