«Einer der bösesten Menschen»
Ali Chamenei ist tot – fällt nun das Mullah-Regime?

US-Präsident Donald Trump bestätigte den Tod des iranischen Machthabers. In den Strassen von Teheran brach Jubel aus.
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Ali Chamenei regierte den Iran seit 35 Jahren mit harter Hand.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump bestätigt den Tod Ali Chameneis
  • Chameneis Amtssitz wurde am Samstagmorgen durch Bombardierung zerstört
  • Über 7000 Menschen starben bei Protesten im Iran im Januar 2026
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Nach Stunden der Spekulation die Gewissheit: Auf seiner Plattform Truth Social bestätigte Donald Trump (79) den Tod des iranischen Machthabers Ali Chamenei (†86). «Einer der bösesten Menschen der Geschichte» sei tot, schrieb der US-Präsident.

Dies sei die grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern. Trump kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Spontaner Jubel in Teheran

Zuvor war bereits nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Auf den Strassen waren Hupkonzerte zu hören.

Bei den Angriffen am Samstagmorgen wurde auch der Amtssitz Chameneis bombardiert. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als «Beyt» bekannten Bereichs. Es war jedoch zunächst unklar, ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufgehalten hatte.

Folgen für die islamische Republik

Sein Tod könnte nun Folgen für das politische System der islamischen Republik haben. «Damit wäre erstmal die zentrale Figur, auf die alles zusammenläuft, ausgeschaltet», sagte der Professor für Islamwissenschaften, Simon Wolfgang Fuchs, von der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur.

«Auf der anderen Seite ist Iran natürlich kein Regime, das nur auf eine Familie baut oder auf einen ganz engen Kreis an Leuten, an denen alles hängt», schränkte er ein. Chamenei habe zudem angeordnet, für alle führenden Positionen im Staat mindestens vier Stellvertreter zu ernennen. Das gelte auch für sein eigenes Amt.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. In den vergangenen Jahren war immer wieder sein Sohn Modschtaba (56) genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand.

7000 Menschen bei Protesten getötet

Chamenei war als «Oberster Führer» seit 1989 das religiöse und politische Oberhaupt des Iran. Er war der Nachfolger von Ruhollah Chomeini (1902-1989), der nach dem Sturz des Schahs die Islamische Republik gründete.

Als Oberster Führer war Chamenei für die grobe Ausrichtung der Politik des Landes verantwortlich. Die Tagespolitik überliess er hingegen jeweils weitgehend dem Präsidenten. 

Nach innen regierte er mit harter Hand. Proteste gegen das islamische Herrschaftssystem liess der Machthaber wiederholt blutig niedergeschlagen. Bei den Massenprotesten im Januar wurden nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet. Einer der Protestrufe galt Chamenei: «Tod dem Diktator».

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