Darum gehts
- Israel tötete Ayatollah Chamenei am Samstag mit einer Blue-Sparrow-Rakete
- Trümmer der Rakete wurden im Westen des Irak gefunden
- Wie die tödliche Mission ablief
Die Rakete, die am vergangenen Samstag Ayatollah Ali Chamenei (†86) tötete, kam aus dem Weltall. Wie die «New York Post» berichtet, nutzte Israel für die Operation Epic Fury eine Rakete des Typs Blue Sparrow, zu Deutsch blauer Spatz. Es wird vermutet, dass bereits während des Angriffs auf den Iran im Jahr 2024 Blue-Sparrow-Raketen von Israel eingesetzt wurden.
Die hochmoderne, ballistische Rakete hat eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern und verlässt vor dem Einschlag die Erdatmosphäre. In der Regel werden Blue-Sparrows von Kampfflugzeugen gestartet und mithilfe von Antriebsraketen in den Weltraum befördert. Aufgrund ihrer enormen Fallhöhe bauen sie eine enorme kinetische Energie auf. Der Geschwindigkeitsgedanke war in ihrer Entwicklung zentral, denn der Hauptzweck der Waffen ist die Umgehung von Luftabwehrsystemen.
Entworfen, um Luftabwehrsysteme zu umgehen
Der Angriff auf Chamenei, der vorerst für die Nacht geplant war, wurde kurzfristig auf Samstagmorgen verlegt. Dies, um eine Sitzung von Spitzenbeamten in Teheran auszunutzen. Geheimdienstler hatten Zugriff auf die Zeitpläne und Bewegungen der Wachen der hochrangigen Führungskräfte und meldeten die Entwicklungen laufend an Tel Aviv. So konnte der geeignetste Augenblick für den Angriff gewählt werden. Trümmerteile der Rakete, scheinbar das Antriebsaggregat, sollen im Irak gefunden worden sein.
Ein Dutzend Mobilfunkmasten in Chameneis Umgebung gehackt
Gegen 7.30 Uhr iranischer Zeit flogen israelische F-15-Jets sowie weitere Flugzeuge los. Zwei Stunden später feuerten sie insgesamt 30 Raketen auf Chameneis Anwesen ab.
Zeitgleich wurden ein Dutzend Mobilfunkmasten in der Umgebung gestört, damit keine Warnungen an die Sicherheitskräfte von Chamenei durchdringen konnten. Diese Hackerangriffe wurden im Rahmen einer israelischen Geheimdienstkampagne bereits lange im Voraus geplant.