«Seine Präsidentschaft endet im November»
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Gouverneur von Kalifornien:«Seine Präsidentschaft endet im November»

Demokraten kritisieren Trump scharf
Obama reagiert auf Affen-Video – Newsom prophezeit Midterm-Schlappe

Gavin Newsom und Barack Obama greifen Donald Trump an: Der Ex-Präsident und der kalifornische Gouverneur kritisieren Donald Trumps Respektlosigkeit und warnen vor einer «vernichtenden» Wahlniederlage der Republikaner im Herbst 2026.
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Lang hielt er sich zurück, nun meldete sich Barack Obama zu Wort.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Obama und Newsom kritisieren Trump für respektloses Verhalten und Politik
  • Trump veröffentlichte am 5. Februar ein umstrittenes Video auf Truth Social
  • Obama und Newsom warnen vor Wahlniederlage der Republikaner im November 2026
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Daniel MacherRedaktor News

Die Kritik an Donald Trump (79) wird lauter. Nicht nur von politischen Gegnern in Washington, sondern auch in den eigenen Reihen wächst der Unmut über die Politik des US-Präsidenten. Nun meldet sich auch ein prominenter Demokrat aus dem politischen Ruhestand, der sich bislang vergleichsweise zurückgehalten hatte: Ex-Präsident Barack Obama (64).

Obama, der zwischen 2009 und 2017 im Weissen Haus amtierte, reagierte erstmals öffentlich auf ein Video, das Trump am 5. Februar auf seinem Netzwerk Truth Social veröffentlicht hatte. In dem Clip wurden Obama und seine Ehefrau Michelle (62) als Affen dargestellt. Auch andere Politiker, insbesondere gegnerische, wurden in teilweise fragwürdigen Tierdarstellungen gezeigt.

«Die Antwort wird vom amerikanischen Volk kommen»

In einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen, sprach Obama von fehlendem «Anstand» und fehlender «Scham» in der politischen Kommunikation. «Es gibt so eine Art Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen», sagte er. Dieses Verhalten sei für die meisten US-Bürger «zutiefst verstörend».

Trump postete Ausschnitt von KI-Video
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Obamas als Affen dargestellt:Trump postete Ausschnitt von KI-Video

Obama betonte zugleich die möglichen politischen Konsequenzen: Ein derart respektloses Vorgehen könne Trumps Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen im November schaden. «Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen», erklärte der frühere Präsident. Obama glaubt daran, dass viele Menschen an «Anstand, Höflichkeit und Freundlichkeit» festhalten – Werte, die nach seiner Einschätzung derzeit unter Druck stehen.

Newsom: «Er ist historisch unbeliebt in den USA»

Parallel dazu meldet sich auch Gavin Newsom (58) zu Wort, der als möglicher Kandidat für die demokratische Präsidentschaft 2028 gehandelt wird. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprach der Gouverneur von Kalifornien über Trumps Rolle auf der internationalen Bühne. Nach Ansicht Newsoms hat Trump die USA zur «grössten Quelle von Instabilität in der Welt» gemacht. Alte Werte würden unter seiner Präsidentschaft «in Echtzeit zerstört». Gleichzeitig warnte Newsom, dass Trump die republikanische Partei «übernommen» habe und sich dabei aggressiv durchsetze.

Newsom betonte jedoch, dass der Widerstand gegen Trumps Vorgehensweise wirke. Er verwies auf die wachsende Entschlossenheit Europas, den USA auf Augenhöhe zu begegnen, und darauf, dass Trump zunehmend auf Druck und entschlossene Gegenrede reagiere. Auch im Inland sehe er Anzeichen für Trumps Schwäche: «Er ist historisch unbeliebt in den USA», sagte Newsom bereits am WEF in Davos GR. Vor allem in Fragen der Migration liege der Präsident in Umfragen zurück.

Beide Demokraten sind sich einig, dass Trump politisch unter Druck steht. Obama sieht eine wachsende Distanz der Bevölkerung zu respektlosem Verhalten und Anstandslosigkeit, Newsom prophezeit den Republikanern bei den Midterm-Wahlen im Herbst eine «vernichtende» Niederlage.

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