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Dealer, Polizist, Drogenboss
Der Aufstieg und Fall von «El Mencho»

Der Drogenboss «El Mencho» ist tot. Zuletzt war ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar angesetzt. Wer war «El Mencho»? Wie wurde er zum meistgesuchten Drogenboss Mexikos.
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Der mexikanische Drogenboss «El Mencho» starb infolge eines Militäreinsatzes.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mexikos Drogenboss «El Mencho» wurde am 23. Februar 2026 getötet
  • 15 Millionen US-Dollar Kopfgeld waren auf «El Mencho» ausgesetzt
  • Das CJNG-Kartell operierte in über 40 Ländern und handelte Fentanyl
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Johannes HilligRedaktor News

Es klingt wie aus der gefeierten Netflix-Serie «Narcos», ist aber tödlicher Ernst. Während einer Spezialoperation im mexikanischen Bundesstaat Jalisco wurde Nemesio Oseguera Cervantes (†59) getötet. Mexiko und die USA hatten zusammengearbeitet, um den Drogenboss zu schnappen. Besser bekannt war er in der Szene als «El Mencho». Als bekannt wurde, dass der Drogenboss getötet wurde, kam es zu brutalen Ausschreitungen in Mexiko. 

Kein Wunder: Denn «El Mencho» war eine Legende. Er war der Anführer des Jalisco Nueva Generación-Kartells (CJNG). In der mexikanischen Unterwelt wurde er wegen seiner Vorliebe für Hahnenkämpfe der «Herr der Hähne» genannt. Zahlreiche Narco-Lieder, «narcocorridos» genannt, feiern seine kriminellen Machenschaften. Dabei fing er einst als kleiner Junge an.

Er versuchte sich als Polizist, aber nicht lange

Der Aufstieg von «El Mencho» begann bescheiden: Geboren wurde Nemesio Oseguera am 17. Juli 1966 in Aguililla, einer armen Gemeinde im westlichen Bundesstaat Michoacán. Er brach die Schule ab und arbeitete zunächst auf Marihuana-Feldern, bevor er in den 1980er-Jahren illegal in die USA auswanderte, wie «BBC» berichtet. Dort geriet er schnell in den Drogenhandel und wurde mehrfach verhaftet. Nemesio Oseguera kam in den Knast. Danach wurde er nach Mexiko abgeschoben. Er versuchte sich als Polizist, geriet aber wieder auf die schiefe Bahn. 

Er schloss sich dem Milenio-Kartell an und stieg durch seine Brutalität und sein strategisches Denken rasch auf. Als das Kartell zerbrach, gründete er das CJNG und machte es durch territoriale Expansion und den lukrativen Handel mit Fentanyl zu einem der mächtigsten Kartelle des Landes. Die Behörden suchten «El Mencho» mit Hochdruck. Zunächst ohne Erfolg. Schliesslich wurde ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar ausgelobt.

Attentate auf mexikanische Regierungsbeamte

Laut US-Aussenministerium ist das Kartell in mehr als 40 Ländern präsent und stark in die Produktion und den Handel mit Methamphetamin und Fentanyl involviert. Es unterhält Verbindungen zu chemischen Lieferanten in China und nutzt mexikanische Häfen für den Import von Vorprodukten, wie CNN berichtet.

Doch «El Mencho» war nicht nur für seine Rolle im Drogengeschäft berüchtigt. Das CJNG war auch für Attentate auf mexikanische Regierungsbeamte und Massengewalt verantwortlich. 2015 schoss das Kartell einen Militärhubschrauber ab, wobei drei Soldaten ums Leben kamen. Ein Jahr später entführte es den Sohn des ehemaligen Sinaloa-Kartellbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán (68).

Interne Kämpfe und der Verlust von Schlüsselpersonen wie Joaquín Guzmán López (39), der sich den US-Behörden stellte, führten zum Niedergang des CJNG-Kartells – und schliesslich zu Tod von «El Mencho».

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