Überall im Land brennen Fahrzeuge
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Gewalt nach Tod von Drogenboss:Überall in Mexiko brennen Fahrzeuge

So lief die Spezialoperation gegen «El Mencho» ab
Ami-Hilfe, Feuergefecht, Raketenwerfer

Nemesio Oseguera Cervantes, der meistgesuchte Drogenboss Mexikos, wurde am Sonntag bei einer Spezialoperation in Jalisco tödlich verletzt. So lief der Einsatz gegen «El Mencho» ab.
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Mehrere Spezialteams lokalisierten «El Mencho» in einem Versteck im Hochland von Jalísco.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mexikos Kartellboss Nemesio Oseguera Cervantes stirbt bei Spezialoperation in Jalisco
  • Sechs Kartellmitglieder tot, Raketenwerfer beschlagnahmt, Gegenangriffe folgen sofort
  • Drei verletzte Soldaten, zwei Festnahmen und politische Bedeutung für USA-Mexiko
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Janine EnderliRedaktorin News

Es dürften filmreife Szenen gewesen sein. Der mexikanische Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes (†59) starb während einer Spezialoperation im Bundesstaat Jalisco. Sein Tod führte zu einer schweren Welle der Gewalt in ganz Mexiko. 

Der Einsatz gegen «El Mencho», so wurde der Drogenboss auch genannt, wurde offenbar sorgfältig geplant – die Amerikaner haben laut Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt mit Geheimdienstdaten ausgeholfen. Nach Angaben des mexikanischen Verteidigungsministeriums begann der Einsatz am Sonntag im südlichen Teil des Bundesstaates Jalisco, nahe der Gemeinde Tapalpa im Hochland. 

«El Mencho» in Versteck lokalisiert

Beteiligt waren Einheiten der Armee, Spezialkräfte, die Nationalgarde sowie die mexikanische Luftwaffe, die «El Mencho» in einem Versteckgebiet lokalisierten. Ziel war eigentlich, den meistgesuchten Drogenboss lebend festzunehmen. Die vom US-Militär geführte «Joint Interagency Task Force-Counter Cartel», eine Ende vergangenen Jahres gegründete Spezialeinheit mehrerer US-Behörden zur Aufklärung von Kartellnetzwerken, soll laut einem US-Verteidigungsbeamten ebenfalls Daten zur Razzia beigesteuert haben.

Hinzu kommt: Das US-Aussenministerium setzte eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Hinweise auf «El Mencho» aus. Die operative Verantwortung lag jedoch bei Mexiko. 

Beim Vorrücken der Sicherheitskräfte eröffneten bewaffnete Anhänger des Kartells das Feuer, woraufhin ein intensiver Schusswechsel ausbrach. Dabei wurden sechs Kartellmitglieder getötet und mehrere verletzt. Oseguera Cervantes selbst erlitt schwere Verletzungen und wurde per Helikopter in ein Spital geflogen. Während des Transports starb er. 

Aufseiten der Sicherheitskräfte wurden drei Soldaten verletzt. Die Behörden nahmen zwei Personen fest.

Polizisten beschlagnahmen Waffenarsenal

Nach dem Gefecht beschlagnahmten die Truppen schwere Waffen am Einsatzort, darunter Raketenwerfer, die geeignet sind, Flugzeuge abzuschiessen oder gepanzerte Fahrzeuge zu zerstören. 

Unmittelbar nach der Operation reagierten Kartellmitglieder mit koordinierten Gegenangriffen. In mehreren Städten kam es zu Schiessereien, Explosionen sowie Strassenblockaden mit brennenden Fahrzeugen. 

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Politische Bedeutung

Die Tötung des Kartellchefs gilt als bedeutender Schlag gegen eines der mächtigsten kriminellen Netzwerke des Landes. Die Regierung demonstriert mit dem Erfolg auch nach aussen Stärke – insbesondere gegenüber den USA.

Unklar bleibt allerdings, wer nun die Führung des Kartells übernehmen könnte – oder ob sich die Macht künftig auf mehrere Akteure verteilen wird.

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