Blick-Leser filmt Flucht in den Bunker
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Sirenen in En Gedi:Blick-Leser filmt Flucht in den Bunker

Blick-Leser steckt in Dubai am Flughafen fest
«Alle Flüge wurden annulliert – jetzt herrscht Unruhe»

Die Eskalation im Nahen Osten bekommen auch Schweizer vor Ort zu spüren. Eine Leserin erlebte eine Explosion hautnah mit.
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Sasha Kuchen steckt in Israel fest. Bis zu Mittag gab es immer wieder Raketenalarm. Seine Frau und er mussten in einen Schutzbunker.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Israel und USA greifen Iran an, Raketen auf US-Stützpunkte abgefeuert
  • Trümmer in Abu Dhabi töten einen Menschen, Lage unter Kontrolle
  • Swiss annulliert Flüge nach Dubai
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Israel und die USA haben den Iran angegriffen. Anschliessend folgte ein Gegenschlag. 

Sasha Kuchen (48) steckt gerade in En Gedi (Israel) fest und erlebt die Eskalation hautnah mit. «Wir sollten morgen zurückfliegen, aber Flüge sind storniert», sagt der Solothurner zu Blick. «Um 7.30 Uhr wurden meine Frau und ich von Sirenen geweckt.»

Den ganzen Morgen gab es immer wieder Alarm. «Erst gibt es eine Warnung, dass man sich in die Nähe von einem Schutzraum begeben soll, wenn dann die Sirenen heulen, hat man eineinhalb Minuten Zeit bis die Raketen einschlagen. Manche rennen, andere gehen ruhig zu den Schutzräumen.» 

Warnung, Sirengeheule, Schutzraum

Die Israelis seien es schon mittlerweile gewohnt, dass es regelmässig Raketen-Alarm gibt. «Im Schutzraum müssen wir zehn Minuten warten. Der Irone Dome zerstört die Raketen, aber Teile davon können gefährlich werden, wenn sie vom Himmel stürzen.» 

Warnung, Sirengeheule, Schutzraum, Warten und wieder raus. «So ging es den Morgen bis zum Mittag. Inzwischen ist es wieder ruhiger. Aber ich habe gehört, dass Drohnen unterwegs sein könnten.»

Sascha Kuchen hat Familie in Israel, die er besucht hat. Wann er zurück in die Schweiz kann, weiss er noch nicht. 

«Einige waren plötzlich panisch»

Raketen flogen nicht nur zwischen Israel und dem Iran, sondern auch auf vier US-Militärstützpunkte in der Region. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. Darunter auch die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass iranische Raketen abgefangen wurden. Dabei seien Trümmer in einer Wohngegend der Metropole Abu Dhabi niedergegangen, wodurch ein Mensch getötet worden sei. Die Situation sei aber unter Kontrolle.

Leserin schickt Video von Angriff in Dubai
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Iranischer Gegenschlag:Leserin schickt Video von Angriff in Dubai

Die Angriffe machen einer Bernerin, die nach Dubai ausgewandert ist, Angst. Kein Wunder! «Ich habe vor einer Stunde eine Explosion gehört. Vermutlich wurde eine Bombe abgefangen», sagt sie zu Blick. «Jetzt ist es wieder ruhig. Es gab vorher keinen Alarm. Die Regierung verschickt im Notfall an alle SMS. Bisher kam nichts.»

Leser filmt Raketenabwehr vom Pool aus
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Angriff auf Dubai:Leser filmt Raketenabwehr vom Pool aus

Vor drei Jahren sind sie und ihr Mann nach Dubai ausgewandert. So etwas haben sie noch nie erlebt. «Ich habe jetzt ein mulmiges Bauchgefühl. Angst.» Ihr Mann ist noch draussen unterwegs. Er war in einer Mall, als es die Explosion gab. «Einige waren plötzlich panisch und wollten nur noch nach Hause. Andere haben sich gleich mit Vorräten eingedeckt.»

«Alle Flüge wurden annulliert»

Zur gleichen Zeit ist ein Leser mit seiner Familie am Flughafen in Dubai gestrandet. «Wir sind auf der Rückreise von Shanghai nach Zürich und haben einen Zwischenhalt in Dubai. Unser Flug wurde um zwei Stunden verschoben», sagt der Schweizer zu Blick. Er und seine Familie hoffen, dass der Flug in zwei Stunden wirklich abheben kann. Doch kurz darauf ist klar: Sie kommen nicht weg. «Alle Flüge wurden annulliert», sagt der Leser entsetzt zu Blick. «Jetzt herrscht Unruhe, denn niemand weiss wie es nun weitergeht.»

Der Flughafen Dubai teilt auf X mit: «Der Flugbetrieb wurde bis auf Weiteres eingestellt. Gästen wird empfohlen, nicht zum Flughafen zu reisen und sich bei ihrer Fluggesellschaft über Flugaktualisierungen zu informieren.

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Auch eine Leserin im Oman ist gestrandet. «Wir hoffen noch bald zurückzukommen», sagt sie zu Blick. Informationen gibt es kaum. Bislang heisst es, dass ihr Flug mit einer Stunde Verspätung starten wird. Sicher ist das aber nicht. 

Betroffene Passagiere werden kontaktiert

Die Swiss fliegt nicht mehr. Weil zahlreiche Lufträume geschlossen sind, annullierte die Schweizer Fluggesellschaft auch die Flüge vom Samstag und Sonntag nach Dubai.

Die Swiss folgt mit den Massnahmen ihrer Muttergesellschaft: Die Lufthansa fliegt am Wochenende auch nicht nach Dubai (und Abu Dhabi). Bis am 7. März strich das deutsche Unternehmen zudem vorsorglich alle Flüge nach Jordanien, Libanon, in den Irak und den Oman. Die Lufträume in den entsprechenden Ländern würden nicht genutzt, teilte ein Sprecher der Lufthansa mit.

Die Swiss kontaktiert betroffene Passagiere proaktiv, wie sie weiter mitteilte. Je nach Verfügbarkeit würden Fluggäste auf andere Verbindungen umgebucht. Alternativ bietet die Swiss eine kostenlose Umbuchung auf einen späteren Reisetermin oder die Erstattung des Ticketpreises an.

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