«Sein wahres Gesicht gezeigt»
So reagiert die Welt auf den Angriff auf den Iran

Die Zeichen standen auf Angriff. Jetzt ist es Realität: Israel und die USA haben mit einer geplanten Attacke gegen den Iran begonnen.
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Der Iran wurde angegriffen. Israel und die USA haben in einer gemeinsamen Operation das Land attackiert.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Israel und USA greifen Iran zwei Tage nach Genfer Verhandlungen an
  • Libanon warnt vor Eskalation, Israel verhängt Ausnahmezustand
  • Trump stellt Iran Ultimatum: Einigung bis März oder Konsequenzen
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Viele Länder, Präsidenten und Politiker haben sich noch nicht zu dem Angriff geäussert. Die Liste wird laufend aktualisiert. Bisher sind folgende Reaktionen bekannt.

Russland

Der Kreml hat sich offiziell zu dem Angriff noch nicht geäussert. Dafür hat sich der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew auf Telegram gemeldet. «Der Friedensstifter hat wieder einmal sein wahres Gesicht gezeigt», so der 60-Jährige. Und weiter: «Alle Verhandlungen mit dem Iran sind eine Tarnoperation. Niemand hat daran gezweifelt. Niemand wollte sich wirklich auf irgendetwas einigen.»

Der gemeinsame Angriff Israels und seines Verbündeten USA erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben.

Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht. Trump stellte dem Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.»

Schweiz

Das Schweizer Aussendepartement hat sich in einer Stellungnahme «zutiefst besorgt» gezeigt über die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran. Es forderte die Parteien zur Einhaltung des Völkerrechts auf.

Die Schweiz verlange die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts, «einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts», heisst es in einem Statement des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Samstagvormittag auf der Plattform X.

«Wir rufen alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur», schreibt das EDA in der Reaktion auf den Angriff der USA und von Israel weiter.

Deutschland

Die Bundesregierung berät über die Eskalation in Nahost nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran. «Sie beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.

Kanzler Friedrich Merz habe sich ausserdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe Israels auf den Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius.

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, soll der Krisenstab der Bundesregierung um 12 Uhr im Ministerium zusammenkommen. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften im Iran und in Israel sowie weiteren Vertretungen in der Region, erklärte ein Sprecher.

Grossbritannien

Nach Beginn der jüngsten amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran hat die britische Regierung vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.

London wolle «keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen», zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage, Chef der Reform-Partei, schreibt auf X: «Während die amerikanischen Angriffe gegen dieses böse Regime im Iran beginnen, bete ich für ein gutes Ende für das wunderbare persische Volk.»

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Libanon

Libanons Präsident Nawaf Salam fürchtet sich vor einer Eskalation, die auch sein Land betreffen könnte. Er schreibt auf X: «Angesichts der gefährlichen Entwicklungen in der Region appelliere ich erneut an alle Libanesen, Besonnenheit und Patriotismus zu beweisen und die Interessen des Libanon und seines Volkes an erste Stelle zu setzen. Ich bekräftige, dass wir nicht zulassen werden, dass irgendjemand das Land in Abenteuer hineinzieht, die seine Sicherheit und Einheit gefährden.»

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen hat die Entwicklung als «äusserst besorgniserregend» bezeichnet. «Wir rufen alle Parteien auf zu grösstmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten», schrieb sie auf X.

EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas

Kaja Kallas bezeichnet die Entwicklungen im Nahen Osten als «gefährlich». Sie fordert, dass das Völkerrecht eingehalten wird und die Zivilbevölkerung geschützt wird. Die EU-Aussenbeauftragte sagte, dass sie mit dem israelischen Aussenminister Gideon Saar in Kontakt sei. Wichtig sei es, einen diplomatischen Weg zu finden.

Malaysia

Anwar Ibrahim, Malaysias Premierminister, verurteilte die israelischen Angriffe auf den Iran. Er warnte, dass dieser Schritt den Konflikt im Nahen Osten an den «Rand einer Katastrophe» gebracht habe.

Slowenien

Die slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar schreibt auf X: «Wir erleben eine ernsthafte Eskalation der regionalen Spannungen, die den Frieden und die Stabilität im Nahen Osten gefährdet.»

USA

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Angriff als notwendig. «Wir werden ihre Marine vernichten.» Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. «Sie werden nie eine Atomwaffe haben.» Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte, erklärte Trump weiter. 

Israel

Premierminister Benjamin Netanyahu lobte die Offensive als entscheidend, um den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern und ihn von terroristischen Aktivitäten abzuhalten. «Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen», sagte Netanyahu in einer Videobotschaft. Er dankte dem US-Präsidenten Donald Trump «für seine historische Führung».


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