Mehrere Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran
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Video zeigt riesige Rauchwolke:Mehrere Explosionen in Teheran

Nach Israel-US-Angriff auf Iran
Schweiz zeigt sich «zutiefst besorgt»

Die USA und Israel haben einen Grossangriff auf Iran gestartet. Die Schweiz zeigt sich «zutiefst besorgt» und reagiert mit einer Reduktion des Botschaftspersonals. Doch der Botschafter ist weiterhin vor Ort.
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Das Aussendepartement von Bundesrat Ignazio Cassis zeigt sich besorgt über den Angriff auf den Iran.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Botschaftspersonal im Iran von 14 auf 10 Personen reduziert
  • Im Iran sind rund 180 Schweizer Bürger gemeldet, in Israel rund 25'000
  • EDA rät von Reisen nach Israel und Iran ab
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Die Frage war nicht ob, sondern wann: Nun ist der Grossangriff der USA und Israels auf den Iran Realität. Die Iraner setzen bereits zum Gegenschlag an. In einer offiziellen Stellungnahme zeigt sich das Aussendepartement (EDA) von Bundesrat Ignazio Cassis (64) nun besorgt.

«Die Schweiz ist zutiefst besorgt über die heutigen Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran. Die Schweiz fordert die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts, einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts», schreibt das EDA auf X. «Wir rufen alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur.»

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Vor Ort hat die Schweiz bereits Massnahmen ergriffen. Die Schweizer Vertretung in Teheran sei operationell weiterhin tätig, erklärt Michael Steiner vom Aussendepartement (EDA) gegenüber Blick. «Das Schweizer Botschaftspersonal wurde in den letzten Tagen von 14 auf 10 Personen reduziert. Der Botschafter ist vor Ort.»

Wie alle Schweizer Vertretungen im Ausland verfüge auch die Vertretung in Teheran über die notwendigen Sicherheits- und Krisendispositive. Diese würden laufend überprüft und angepasst. «In den Dispositiven sind auch Notfallplanungen enthalten», so Steiner. Zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen äussert er sich aber nicht.

180 Schweizer im Iran

Das EDA rät seit August 2024 von Reisen in den Iran ab. Im Iran sind gemäss EDA rund 180 Schweizer Staatsangehörige angemeldet, wovon eine deutliche Mehrheit auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzt. Fünf Personen sind auf Travel-Admin als Reisende registriert.

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«Der Schweizer Kanal, welcher im Rahmen des Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran wahrnimmt, ist aktiv», betont Steiner. «Er steht beiden Seiten und in beide Richtungen zur Verfügung.»

25'000 Schweizer in Israel

Die Schweizer Vertretung in Tel Aviv sei ebenfalls operationell. «Aktuell zählt die Botschaft fünf Schweizer und 13 lokale Mitarbeitende», so Steiner. Auch hier sei der Botschafter vor Ort.

Die Reisehinweise für Israel wurden am Samstagmorgen aber angepasst. Neu wird generell von allen Reisen nach Israel abgeraten. In Israel sind gemäss EDA rund 25'000 Schweizer Staatsbürger gemeldet, wovon eine deutliche Mehrheit auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt. 20 Personen sind auf Travel-Admin als Reisende registriert.

«Das EDA führt keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durch», betont Steiner. «Schweizer Staatsangehörige im Iran und in Israel sind angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.»

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