Darum gehts
- Betrunkener Fahrer rast in Albufeira in Menschenmenge, zwölf Verletzte
- Polizei gibt Warnschüsse ab, Fahrer war betrunken
- Verletzte zwischen 18 und 22 Jahren, ein Jugendlicher kritisch verletzt
Panik, Chaos und Verletzte: In der Nacht auf Dienstag ist ein betrunkener Autofahrer im portugiesischen Ferienort Albufeira in eine Menschenmenge gerast. Zwölf Menschen wurden verletzt.
Den Vorfall hautnah miterlebt haben auch die Freiburger Levin* (18) und Jasha* (19). Sie waren gerade im Ausgang, als das Auto über den Oura Strip donnerte. Die Strasse ist als Nightlife-Hotspot bekannt. «Wir befanden uns wenige Meter daneben», schildern die Schweizer. Als das Auto auf die Strasse Kurs nahm, konnte sich Jasha gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
«Wir hörten Schüsse»
Andere Passanten hatten weniger Glück. «Wir sahen, wie einige durch die Luft flogen», schildern die jungen Männer.
Später hätten sie das Auto aus den Augen verloren. «Wir hörten dann noch Schüsse. Vermutlich waren diese von der Polizei.» Schliesslich leisteten sie einem Betroffenen noch Erste Hilfe. Er sei glücklicherweise nicht schwer verletzt gewesen. Die Schweizer sind froh, mit dem Schrecken davongekommen zu sein. Denn: «Wir hatten schon Angst.»
Polizei nimmt 35-Jährigen fest
Der 35-jährige Fahrer des Autos wurde schliesslich festgenommen, nachdem er mit einem anderen Auto zusammengestossen war und versucht hatte, zu Fuss zu fliehen. Die Polizei stellte bei dem Mann einen Blutalkoholwert von 1,29 Promille fest.
Zuvor hatten die Einsatzkräfte noch Warnschüsse in die Luft abgegeben, um Fussgänger zu warnen und zu versuchen, den Mann abzufangen. Der Festgenommene muss sich nun wegen Körperverletzung, gefährlichen Fahrens und Fahren unter Alkoholeinfluss verantworten.
Jugendlicher in kritischem Zustand
Laut lokalen Medienberichten befinden sich unter den Verletzten portugiesische Staatsangehörige und Touristen aus Schottland, alle im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, sowie zwei Polizeibeamte.
Einer der Jugendlichen soll sich in einem kritischen Zustand befinden, bei den übrigen wird nicht von schweren Verletzungen ausgegangen.
* Namen bekannt