Antisemitismus-Vorwurf
Trump will von Harvard nun eine Milliarde Dollar

US-Präsident Trump unterstellt der Elite-Universität Harvard schon seit längerem Antisemitismus. Jetzt fordert er deswegen 1 Milliarde US-Dollar Schadensersatz von der Hochschule. Auch wolle er in Zukunft «nichts mehr mit der Harvard University zu tun haben».
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Donald Trump fordert von der Elite-Uni Harvard nun eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Donald Trump fordert von Harvard eine Milliarde Dollar Schadensersatz.
  • Er wirft der Universität Antisemitismus und unethisches Verhalten vor.
  • 2025 fror seine Regierung Harvard-Fördergelder in Milliardenhöhe ein.
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Mattia JutzelerRedaktor News

Eigentlich hatte es für kurze Zeit so ausgesehen, als hätte Donald Trump (79) seinen Streit mit der amerikanischen Elite-Universität Harvard aus der Welt geschafft. Die «New York Times» berichtete am Dienstag, der US-Präsident hätte seine Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen US-Dollar an die Regierung fallengelassen. Trump wirft der Universitätsleitung unter anderem Antisemitismus und eine Zusammenarbeit mit der kommunistischen Partei Chinas vor. 

Nun hat Trump den Artikel der «New York Times» aber deutlich widersprochen. In einem Post auf seinem Social-Media-Portal Truth Social wettert er sowohl gegen die Zeitung als auch gegen die Elite-Uni. «Die stark antisemitische Harvard-Universität hat der New York Times viel Unsinn aufgetischt», schreibt der US-Präsident. «Harvard verhält sich seit langem äusserst unethisch!»

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Trump hat seine Forderung nach Schadensersatz von der Uni nun drastisch erhöht. «Wir fordern nun eine Milliarde Dollar Schadensersatz und wollen in Zukunft nichts mehr mit der Harvard University zu tun haben.»

Langwieriger Konflikt

Trumps Streit mit Harvard zieht sich fast durch seine gesamte bisherige zweite Amtszeit. Im April 2025 fror seine Regierung Fördergelder der Hochschule in Milliardenhöhe ein. Von der Universität wurde damals unter anderem verlangt, ausländische Studierende bei einem Verstoss gegen die Verhaltensregeln den Bundesbehörden zu melden und die Meinungsvielfalt unter Hochschülern und dem Uni-Personal überprüfen zu lassen.

Die Leitung von Harvard wies diese Forderungen zurück. «Keine Regierung – unabhängig davon, welche Partei an der Macht ist – sollte vorschreiben, was private Universitäten lehren dürfen, wen sie zulassen und einstellen dürfen und welchen Studien- und Forschungsbereichen sie nachgehen dürfen», hiess es in einem Schreiben. Trump wollte der Uni daraufhin verbieten, ausländische Studierende aufzunehmen und begann damit, Schadensersatz zu fordern. 

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