Darum gehts
- US-Energieminister Wright traf Präsidentin Rodríguez in Caracas
- Trump unterstützt milliardenschwere Investitionen, beansprucht jedoch Venezuelas Ölreserven
- Parlament verabschiedete Gesetz zur Förderung ausländischer Investitionen in Ölindustrie
US-Energieminister Chris Wright (61) hat in Caracas die geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez (56), getroffen. US-Präsident Donald Trump (79) setze sich leidenschaftlich dafür ein, die Beziehung zwischen den USA und Venezuela grundlegend zu verändern, betonte Wright.
Sein Besuch in der venezolanischen Hauptstadt zielt nach Angaben seines Ministeriums darauf ab, Wohlstand und Sicherheit für Venezuela, die USA und die gesamte «westliche Hemisphäre» voranzutreiben.
Wright will Ölfelder besuchen
US-Spezialeinheiten hatten Anfang Januar den autoritären Staatschef Nicolás Maduro (63) in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht, wo ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden soll. Seitdem wird das Land von Rodríguez regiert, die zuvor Maduros Vizepräsidentin war.
Neben Rodríguez soll Wright in Venezuela seinem Ministerium zufolge auch Wirtschaftsvertreter wichtiger Sektoren treffen und einige Ölfelder des Landes besuchen.
Investitionen in Milliardenhöhe
Venezuelas Parlament hatte jüngst eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Ölindustrie gebilligt. Die Reform ermöglicht zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor.
Auch Trump plädierte für Investitionen in Milliardenhöhe, allerdings erhebt er auch Anspruch auf das Öl des südamerikanischen Landes. Er begründet das mit der Enteignung von US-Energiekonzernen bei der Verstaatlichung der venezolanischen Ölindustrie in den 1970er-Jahren.