Als erstes EU-Land
Frankreich verhängt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

Radikaler Schritt im Nachbarland: Frankreich verbietet Soziale Medien für alle unter 15 Jahren. Wer jünger ist, darf ab September kein Konto mehr bei Tiktok, Youtube oder Facebook eröffnen.
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Wer jünger als 15 ist, darf ab September in Frankreich kein Konto mehr in den Sozialen Medien haben.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Frankreich verbietet Social-Media-Konten für Kinder unter 15 ab 1. September
  • Plattformen wie Tiktok und Facebook müssen Alterskontrollen einführen
  • Bestehende Konten Minderjähriger bis Januar 2027 zu löschen
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Frankreich macht Ernst. Das Parlament hat am Dienstag ein hartes Social-Media-Gesetz verabschiedet. Die klare Regel: Kinder unter 15 Jahren fliegen aus den Netzwerken.

Ab dem 1. September dürfen Minderjährige keine neuen Konten mehr auf Plattformen wie Facebook, Snapchat, Tiktok oder Youtube eröffnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Für bereits bestehende Accounts läuft eine Frist. Sie müssen bis spätestens Januar 2027 gelöscht werden.

Macron forderte Handy-Pause

Anne Le Hénanff, Frankreichs Ministerin für Künstliche Intelligenz, feiert das Gesetz. Sie sagt: «Frankreich öffnet den Weg, indem es als erstes Land in Europa eine digitale Mündigkeit einführt.»

Präsident Emmanuel Macron drückt aufs Tempo. Er will das Gesetz noch vor dem neuen Schuljahr in Kraft setzen. Bereits im April forderte er Jugendliche auf, das Handy wegzulegen und mehr zu lesen. Er fand deutliche Worte: «Wir haben euch in diesem Dschungel allein gelassen, und er hat euch eure Aufmerksamkeit geraubt.» Macron betonte weiter: «Wir müssen langsamer werden und euch helfen, Erwachsene und vor allem Bürger zu werden.»

Damit die Sperre funktioniert, müssen die Plattformen künftig das Alter der User streng kontrollieren. Die französischen Datenschützer müssen die entsprechenden Systeme absegnen. Plattformen wie Tiktok und Facebook sind zwar gegen das Verbot. Sie haben aber zugesichert, sich an die neuen Regeln zu halten.

Ob andere europäische Länder nachziehen, ist noch offen. Die EU-Kommission arbeitet aktuell an eigenen Regeln zum Schutz von Jugendlichen im Netz. Sie prüft nun, ob das neue französische Gesetz mit den EU-Richtlinien zusammenpasst.

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