Darum gehts
- Bergsturz in den Dolomiten blockiert Wanderweg, Familie aus Venedig gerettet
- Rettung durch Helikopter und Seil bei schwierigen Wetterbedingungen nötig
- Vater und zweites Kind warteten stundenlang auf 2180 Metern Höhe
Ein Ausflug in die Dolomiten (I) endete für eine Familie in einem Albtraum: Ein Bergsturz riss einen Wanderweg in 2000 Metern Höhe plötzlich weg. Die vierköpfige Familie aus Venedig steckte fest, wie das Nachrichtenportal Nordest24 berichtet.
Der Vater (39), die Mutter (37) und ihre zwei Kinder (7 und 10 Jahre alt) waren auf der Forcella Rinsen, einer markanten Bergscharte auf rund 2180 Metern Höhe, unterwegs. Doch die Wanderung nahm eine dramatische Wendung, als die Familie feststellte, dass ein Erdrutsch den Weg ins Tal blockierte.
Zuerst nur Mutter und ein Kind gerettet
Ohne Möglichkeit, den Abstieg selbständig fortzusetzen, alarmierten sie die Bergrettung. Zuerst lief alles nach Plan. «Die erste Phase der Rettung verlief trotz schwieriger Wetterbedingungen erfolgreich», schrieb die Bergerettung Sappada auf Facebook. Zwei Helfer wurden per Helikopter zur Unglücksstelle geflogen. Sie schafften es, die Mutter und eines der Kinder zu sichern und zur Monte-Siera-Hütte auf 1606 Metern Höhe zu bringen.
Doch plötzlich verschlechterte sich das Wetter drastisch. Tief hängende Wolken und dichter Nebel machten weitere Helikopterflüge unmöglich. Der Vater und das zweite Kind mussten weiter auf über 2000 Meter ausharren.
Retter mussten zum Seil greifen
Die Retter mussten sich also etwas einfallen lassen. Sie setzten in zwei Flügen jeweils zwei Retter auf beiden Seiten des Passes ab. Mit einem 100 Meter langen Fixseil konnten sie das zweite Kind und den Vater sicher durch das Erdrutschgebiet zum Schwemmkegel abseilen. Als sich schliesslich eine Wolkenlücke auftat, wurde das Kind per Helikopter gerettet. Der Vater musste noch länger warten, bevor schliesslich auch er geborgen werden konnte.