AfD vor historischem Wahlsieg
Was du zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt wissen musst

Am Sonntag könnte die AfD erstmals eine Landtagswahl gewinnen – und die absolute Mehrheit holen. Ausgerechnet ein paar Prozentpunkte für die kleinen Parteien könnten darüber entscheiden, wer am Ende regiert. Blick beantwortet die wichtigsten Fragen zur Schicksalswahl.
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Heute entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt über die politische Zukunft ihres Bundeslandes.
Foto: imago/epd

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • AfD könnte in Sachsen-Anhalt mit über 40 Prozent alleine regieren
  • CDU bräuchte Linke, SPD und Grüne für Regierung
  • AfD laut Umfragen bei 41-43 %, CDU nur bei 22-23 %

Am Sonntag könnte es zu einem politischen Beben in Sachsen-Anhalt kommen: Die CDU könnte es erstmals seit 2002 nicht in die Regierung schaffen. Obendrein könnte die AfD, unter bestimmten Voraussetzungen, allein regieren. Blick zeigt, wer die beiden Kandidaten im Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten sind, wie die Parteien in den Umfragen am Wahltag abschneiden – und was nach der Wahl möglich ist.

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Wer kandidiert für den Posten des Ministerpräsidenten?

Zur Auswahl stehen bei den Landtagswahlen zwei Personen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) ist einer davon. Der ausgebildete Kaufmann gibt sich im Wahlkampf stets dynamisch und pragmatisch und gewinnt so in Umfragen die Mehrheit der Stimmen für sich und seine Partei.

Er könnte den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze (47) aus dem Amt heben. Der dreifache Familienvater Schulze ist seit Januar 2026 Regierungschef von Sachsen-Anhalt und bereits seit 1997 Parteimitglied der CDU.

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Und was sagen die Zahlen dazu?

Das zeigen die jüngsten Umfragen: Laut der «Forschungsgruppe Wahlen» im Auftrag des ZDF kommt die AfD auf 41 Prozent. Die CDU folgt mit deutlichem Abstand bei 23 Prozent, die Linke erreicht 11,5 Prozent. Dahinter liegen SPD (8,5 Prozent) und Grüne (6 Prozent). Andere Institute zeichnen ein fast identisches Bild: Infratest dimap sieht die AfD bei 42 Prozent, Insa sogar bei 43 Prozent – die CDU jeweils nur bei 22 Prozent.

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Für eine absolute Mehrheit der AfD würde das zwar nicht reichen. Doch auch eine Regierung gegen sie wäre kompliziert: Die CDU müsste sich auf die Linke stützen, um gemeinsam mit SPD und Grünen eine Minderheitsregierung an der AfD vorbei zu ermöglichen.

Schafft es eine oder auch mehrere der anderen Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde, so müsste die AfD eine Koalition eingehen, um regieren zu können. Das gemeinsame Regieren oder auch nur eine Zusammenarbeit mit der AfD wird von den übrigen Parteien ausgeschlossen – mit der sogenannten Brandmauer distanzieren sich diese von der teils extremistischen AfD.

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Weiss man schon, wie die Wahlen ausgehen werden?

Es lässt sich noch nichts mit Sicherheit sagen. Die Umfragewerte lassen auf einen packenden Wahltag schliessen. Obwohl die AfD mit über 40 Prozent der Stimmen in den Umfragen klar vorne liegt, ist nicht klar, ob sie auch regieren wird. Zum Regieren benötigt die AfD die absolute Mehrheit im Landtag. Ob sie diese bekommt, ist auch davon abhängig, ob Parteien wie Grüne, BSW und FDP es schaffen, sich ein paar Sitze im Landtag zu sichern.

Dass die AfD am Wahlabend deutlich schlechter abschneidet als in den Umfragen, halten Forschende laut «Bild» diesmal für weniger wahrscheinlich. 2021 war genau das passiert: Damals mobilisierte CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff in den letzten Tagen viele AfD-Gegner und gewann schliesslich mit 16 Prozentpunkten Vorsprung. Einen ähnlich starken Endspurt der CDU erwartet Matthias Jung, Chef der Forschungsgruppe Wahlen, gegenüber «Bild» deshalb nicht.

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Welche Koalitionen wären möglich?

Sollte es nicht zu einer Alleinregierung der AfD kommen, so müssen andere Bündnisse eingegangen werden. Ein mögliches Szenario wäre eine Koalition aus CDU, Linke, SPD und Grünen. Das sind die einzigen Parteien, die neben der AfD dauerhaft über 5 Prozent in den Umfragen erreichen.

Doch eine solche Koalition wird aufgrund der Linken von Bundeskanzler und CDU-Parteichef Friedrich Merz (70) ausgeschlossen. Als Begründung nennt er in einem Interview mit der «Mitteldeutschen Zeitung» und der «Magdeburger Volksstimme» «fundamentale Unterschiede zur Union».

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