«Ich bin ehrlich gesagt nur fassungslos»
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Meloni kontert Trump:«Ich bin ehrlich gesagt nur fassungslos»

«Aber es kam anders»
Meloni räumt Irrtum über ihre Beziehung zu Trump ein

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich in einem Interview erneut über das schwierige Verhältnis zwischen ihr und US-Präsident Donald Trump geäussert – und einen Irrtum eingeräumt.
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Das Verhältnis zwischen Donald Trump und Giorgia Meloni ist angespannt.
Foto: keystone-sda.ch

Seit Monaten herrschen Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump (80) und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49). Einst galten die beiden als unzertrennlich, auch wegen ihrer ähnlichen politischen Ansichten. Doch das «Traumpaar der Rechten» ist inzwischen Geschichte.

Trump und Meloni liegen im Clinch. Der US-Präsident hatte seine italienische Amtskollegin zuletzt immer wieder scharf kritisiert und provoziert. Grund waren unter anderem Unstimmigkeiten in der aussenpolitischen Haltung beider Länder. Anfangs gab Meloni Trump noch Contra, später liess sie sich nicht mehr zu Reaktionen hinreissen.

«Ich dachte, es würde einfacher werden»

In einem Interview mit der «New York Times» äusserte sich Meloni am Freitag zu dem schwierigen Verhältnis zwischen ihr und Trump. «Es ist klar, dass ich dachte, mit Donald Trump würde es einfacher werden, angesichts unserer Übereinstimmung in der Einwanderungspolitik und der Woke-Kultur», so die italienische Ministerpräsidentin. «Aber es kam anders.»

Meloni sagt in dem Interview, sie habe bereits seit mehreren Wochen keinen Kontakt mehr zu Trump gehabt. Auf die Frage, ob ein Treffen nach der Sommerpause geplant sei, antwortete Meloni: «Wir werden sehen.» Anschliessend gab sie sich jedoch diplomatisch. «Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass die westliche Einheit sehr wichtig ist», so die 49-Jährige. Zudem treffe sie politische Entscheidungen nicht auf Grundlage ihrer persönlichen Beziehungen, hielt Meloni weiter fest.

Neue Spannungen nach Trump-Post

Ihren bisherigen Höhepunkt erreichten die Spannungen zwischen Meloni und Trump im Juli, als der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social ein Meme postete, das ein Foto von den beiden zeigt – und dazu den Text «Restraining order needed» («Einstweilige Verfügung nötig»).

Auf dem Foto schaut Meloni Trump tief in die Augen. Es wirkt so, als würde sie ihn anhimmeln. Es soll vom G7-Gipfel im französischen Évian Mitte Juni stammen. Offenbar eine Anspielung. Die Kommentare unter dem Post deuten auf einen Streit zwischen Trump und Meloni nach dem G7-Gipfel in Évian vor rund drei Wochen hin.

«Ich bin fassungslos»

In einem Interview mit dem italienischen Sender La7 nach dem Treffen behauptete Trump, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel «angebettelt», ein Foto mit ihr zu machen. «Ich habe dieser Bitte zugestimmt, weil sie mir leidgetan hat», so der US-Präsident. Zudem behauptete Trump, sie habe das Foto nutzen wollen, um ihre Beliebtheitswerte zu steigern.

Meloni äusserte sich später in einem Videostatement. «Ich bin fassungslos», sagte die italienische Ministerpräsidentin. «Die Aussagen von Donald Trump sind völlig erfunden. Ich und Italien betteln niemals.»

Auch dazu äusserte sie sich in dem Interview mit der «New York Times» erneut. «Ich mag die Vorstellung eines unterwürfigen Italiens nicht», so Meloni. Sie wolle «die grösstmögliche Revolution» erreichen. «Eine Revolution des Stolzes.»

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