5000 Soldaten doch nach Polen verlegt – «Ende gut, alles gut»?
Nato rätselt über Trumps Truppen-Wende

Donald Trump sorgt für Wirbel. Erst sagte er eine Truppenverlegung nach Polen ab, jetzt kündigt er überraschend 5000 zusätzliche US-Soldaten für das Nato-Land an. Die Nato reagiert irritiert.
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Rubio spricht in Schweden über die Beziehungen zur Nato.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump schickt 5000 US-Soldaten nach Polen, trotz vorheriger Absage
  • Polens Aussenminister beruhigt: US-Präsenz bleibt auf bisherigem Niveau
  • Derzeit ca. 10'000 US-Soldaten in Polen stationiert
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Janine EnderliRedaktorin News

Trump sorgt für Verwirrung bei der Nato: Erst sagte er eine geplante Truppenverlegung nach Polen ab, nun kündigte er doch an, 5000 Soldaten in das Nato-Land zu schicken. 

Der Schwenk aus dem Weissen Haus löste in Polen Irritationen aus. Nicht alle verstehen, warum Trump jetzt doch weitere Soldaten nach Europa schickt. Schliesslich kündigte er stets an, die Zahl an Soldaten in Europa nach Möglichkeit reduzieren zu wollen. 

Grosse Unruhe in Polen

Polens Aussenminister Radosław Sikorski versuchte, die Empörung, die auch im eigenen Land zu spüren war, am Freitag einzudämmen. Er dankte Trump für die Ankündigung und sagte, die amerikanische Präsenz in Polen werde «mehr oder weniger auf dem bisherigen Niveau» bleiben. «Ende gut, alles gut», betonte er vor einem Treffen der Nato-Aussenminister in Schweden. 

Auch Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz stellte klar, Polen verliere keine US-Truppen. Rund 10’000 amerikanische Soldaten sind derzeit in dem Nato-Land stationiert.

Persönliche Beziehung als Schlüssel?

Trump begründete den Schritt mit seiner guten Beziehung zum polnischen Präsidenten Karol Nawrocki. Nawrocki sei ein Partner, mit dem er eng zusammenarbeite, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Nawrocki dankte ihm später öffentlich und sprach von einer «vitalen Säule der Sicherheit», die aufrechterhalten werde. 

Auch US-Aussenminister Marco Rubio hat sich am Freitag zur «Causa Polen» geäussert. Jegliche Truppenverlegung sei «keine Strafmassnahme», stellte er klar. «Es ist einfach etwas, das gerade stattfindet», da die USA ihre Ressourcen bündeln, um ihren «globalen Verpflichtungen» nachzukommen.

Rubio: Klar, dass es zu Veränderungen kommt

«Jede angekündigte Entscheidung wird vor dem Hintergrund einiger Spannungen betrachtet, die wir in den letzten Monaten hatten, aber letztendlich ist es meiner Meinung nach innerhalb des Bündnisses allgemein bekannt, dass die Präsenz der US-Truppen in Europa angepasst werden wird», fügte Rubio nach dem Treffen hinzu. «Diese Arbeit war bereits im Gange und wurde in Abstimmung mit unseren Verbündeten durchgeführt.»


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