Darum gehts
- Privatinsel Isola Santa Maria für 14 Mio. Franken nahe Sizilien im Angebot
- Rund 1500 Liter Olivenöl jährlich aus eigenem Olivenhain produziert
- Seit mehr als 6 Jahren auf dem Markt, Angebotspreis zuletzt gesenkt
Wer träumt nicht davon? Eine Privatinsel am Mittelmeer, wo man sich unter den Palmen sonnen kann – umgeben von blauem Wasser. Mit der Isola Santa Maria kann man sich gerade so eine Insel schnappen – wenn man eine ordentliche Stange Geld mitbringt. Die italienische Insel kostet nämlich fast 14 Millionen Franken, wie Inselmakler Vladi Private Islands gegenüber Blick bestätigt.
Die Insel weist viel Historie auf: Vom Steg aus führt eine Treppe an einer Blumenpracht vorbei auf eine halbmondförmige Terrasse. Dort steht man dann vor einem rund 400-Quadratmeter-Herrenhaus aus der Belle Époque. Auch eine kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert ist auf der 11,5 Hektar grossen Insel zu finden. Einen Stall für Tiere gibt es ebenso. Biologisch angebaute Oliven bekommt man aus dem eigenen Olivenhain. Dieser wirft pro Jahr rund 1500 Liter Olivenöl ab.
Ein gut gelegener, seltener Fund
Die Isola Santa Maria liegt nur eine gut viertelstündige Bootsfahrt von der sizilianischen Küste entfernt, zwischen den Städten Marsala und Trapani. Der Flughafen in zweitgenannter Stadt ist innerhalb von 30 Minuten erreichbar, von dort gibt es Anschlussflüge von Rom aus. «Die Insel ist eine der wenigen grösseren Privatinseln, die derzeit im Mittelmeer verfügbar sind», schreibt Vladi Private Islands. Für Wassersportler bietet die Insel auch etwas: Die Stagnone-Lagune, in der sich die Insel befindet, ist in den letzten Jahren zu einem der Hotspots für Kitesurfer geworden, heisst es auf dem Insel-Verkaufsportal Island Seeker.
Die Insel liegt im Naturreservat der Stagnone di Marsala. Heisst: Die Umgebung ist äusserst ruhig, die Natur grösstenteils unberührt.
Wo ist der Haken?
Was stutzig macht: Die Insel ist schon seit rund sechs Jahren auf dem Markt, wie Makler Vladi Private Islands bestätigt. Bereits in den Jahren 2020 bis 2023 stand das angebliche Luxusparadies zum Verkauf, was frühere Annoncen belegen. Damals lag der Preis bei 17 Millionen Euro, also rund 15,7 Millionen Franken.
Die Insel hat, seit sie auf dem Markt ist, keinen Besitzerwechsel erfahren, schreibt Vladi Private Islands. Noch immer gehört die Isola Santa Maria gemäss «Bild» der italienischen Familie Manzo. Die Insel wird kontinuierlich international vermarktet. Jetzt aber haben die Makler den Verkaufspreis gesenkt – eben auf knapp 14 Millionen Franken. Warum ist die vermeintliche Trauminsel ein Ladenhüter?
Wer genau hinschaut, entdeckt in der glitzernden Fassade einige Risse. Wer mit der eigenen Yacht anreisen will, hat ein Problem. Das Wasser rund um die Insel ist nur anderthalb Meter tief, deswegen können nur kleine Böötli anlegen. Strom muss man mit einem Generator erzeugen. Und Wasserleitungen zur Insel gibt es auch keine. Man ist auf Regenwasser angewiesen, das gesammelt und für den Hausbedarf aufbereitet wird. Zudem ist die grosse Villa renovierungsbedürftig, wie der «Tages-Anzeiger» schon 2020 schrieb. Das historische Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen, ist nicht erlaubt. Die Bauten auf der Insel sind denkmalgeschützt.
Wer sich die Isola Santa Maria kauft, besitzt ein schönes, ruhiges Fleckchen Erde. Nur muss man auf einigen Komfort verzichten. Ob einem das 14 Millionen Franken wert ist?