Wirt ist pleite – Bewertungen sprechen Bände
Gartenwirtschaft beim Pfäffikersee schliesst nach 180 Jahren per sofort

Die «Sonne» in Auslikon im Zürcher Oberland ist zu. Pächter Uros Razpet hat nach drei Jahren Konkurs angemeldet. Die Eigentümer wollen am Restaurant festhalten und suchen bereits einen Nachfolger.
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Die Gartenwirtschaft der «Sonne» im zürcherischen Auslikon lädt zum Verweilen ein.
Foto: Screenshot Tripadvisor

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Restaurant «Sonne» in Auslikon schliesst nach Konkurs des Pächters Uros Razpet
  • Kritikpunkte wie lange Wartezeiten und schlechter Service sollen Gäste abgeschreckt haben
  • Bis zu 50 Personen fanden Platz in der heimeligen «Puurestube» des Lokals
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Bereits seit den 1840er-Jahren wird in der «Sonne» in Auslikon ZH beim Pfäffikersee gewirtet. Letztens sorgte vor allem die Familie Näf für das Wohl der Gäste – mit Erfolg. 2022 zogen sich die heutige Eigentümerin Nadine Spörri-Näf und ihr Vater allerdings vom Platz hinter dem Tresen zurück. Daraufhin haben sie die «Sonne» Anfang 2023 an Uros Razpet verpachtet. Dieser muss das Lokal jetzt aber schliessen, wie der «Zürcher Oberländer» berichtet.

Wer heute am Restaurant vorbeifährt, liest auf dem Beizenschild in holprigem Deutsch: «Vorübergehend bleibt das Restaurant geschlossen – danke für das Verständnis». Ein Eintrag im Handelsregister bestätigt, dass über dem Gasthaus der Konkurs eröffnet wurde – Pächter Razpet ist pleite.

Lange Wartezeiten

Dabei wäre die «Sonne» ein prächtiges Restaurant. Den Namen hat die Beiz nicht von irgendwoher – die grosse Gartenwirtschaft lädt zum Verweilen ein. In der heimeligen «Puurestube» hat es bei Anlässen Platz für bis zu 50 Gäste. «Am Ende ging es schnell», erklärt Patrick Spörri, Ehemann von Nadine und Miteigentümer des Lokals, gegenüber dem «Zürcher Oberländer». Auf die Gründe für die Pleite seines Pächters will er allerdings nicht weiter eingehen.

Ein Blick in die Bewertungen auf Tripadvisor lässt erahnen, woran es gelegen haben könnte. Die Rede ist von langen Wartezeiten – auch bei kleinerem Besucherandrang. «Mittelmass», «keine Beachtung, keine Begrüssung» und «minimalistischer Service» scheinen den einen oder anderen Gast von einem zweiten Besuch abgehalten zu haben. Schade, denn viele waren mit dem Essen an sich offensichtlich zufrieden.

Die Eigentümer sind überzeugt, dass das Restaurant funktioniert. Darum soll die Gartenwirtschaft auch bleiben und nicht etwa zu Wohnungen umgebaut werden. «Es ist alles da. Auch wenn der Ruf zuletzt etwas gelitten hat», so Nadine Spörri-Näf zur Zeitung. «Wenn ein Dorf keine Beiz mehr hat, stirbt das Dorfleben. Wir wollen, dass es in Auslikon weiterhin ein Restaurant gibt.» Gespräche mit potenziellen Nachfolgern würden bereits laufen. Gesucht ist ein «Gastronom mit Leib und Seele».

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